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Turbulenzen in Frankreich gefährden französischen Aktienmarkt / MDAX und Deutsche Staatsanleihen im Fokus / EZB und Fed vor weiteren Zinssenkungen in 2025

von Andrew Etherington Head of Multi Asset Total Return bei Axa Investment Managers

© pixabay

Die Berichtssaison für Q2 verlief weltweit positiv und bestätigte erneut die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft. Gleichzeitig wurden Unternehmen, deren Gewinne hinter den Erwartungen zurückblieben, von den Anlegern deutlich abgestraft.

Turbulenzen in Frankreich: Underperformance französischer Aktien die Folge?

Das Ende des Sommers, die sogenannte „Rentrée“, dürfte in Frankreich eine Phase politischer und sozialer Spannungen einleiten.

Dies wird sich voraussichtlich in einer Underperformance der Aktien niederschlagen, insbesondere angesichts der hohen Gewichtung von Finanzwerten im CAC 40, sowie in einer Ausweitung der Spreads von Staatsanleihen.

Europäische Märkte bieten erhöhtes Potential: MDAX im Fokus

Nach einer Stabilisierungsphase bieten die europäischen Märkte wieder Potenzial zur Diversifizierung weg von zu starker US-Konzentration in den globalen Aktienindizes.

Eine Belastungsprobe bleibt das politische Umfeld in Frankreich und wir haben Positionen aufgebaut, um damit verbundene Risiken zu reduzieren – etwa über eine Long-Position im deutschen MDAX gegenüber einer Short-Position im CAC 40.

Bundesanleihen aktuell interessanter als US-Pendant

Deutsche Staatsanleihen bleiben ein zentrales Instrument zur Steuerung der Duration. Allerdings bietet das lange Ende der Kurve derzeit keine ausreichend attraktiven Renditen, um dem globalen Trend zu einer steileren Zinsstrukturkurve entgegenzuwirken.

Wir stehen zweijährigen deutschen Staatsanleihen (Bunds) positiv gegenüber.

Bundesanleihen bevorzugen wir gegenüber US-Staatsanleihen, allerdings nur, wenn wir am langen Ende der US-Zinskurve eine weitere Bereinigung beobachten. Denn der US-Markt hat auf die meisten anderen Zinsmärkte einen dominanten Einfluss.

Weitere Zinssenkungen sowohl in der Eurozone als auch in den USA noch 2025?

Die Märkte rechnen bis Dezember 2025 mit weniger als einer Zinssenkung in der Eurozone, was aus unserer Sicht übermäßig pessimistisch ist.

Das makroökonomische Umfeld nährte Auffassungen, dass die US-Notenbank sowohl im September als auch im Dezember zu Zinssenkungen bereit sein dürfte.

www.fixed-income.org

 

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