YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

UBP Investmentoutlook 2026: Wandel von fragmentierter Widerstandsfähigkeit zu synchronisiertem Wachstum

Michaël Lok, Group CIO und Co-CEO UBP Asset Management

2026 wird ein Jahr, in dem sich struk­turelle Kräfte stärker über­lagern als in den Vor­jahren. Die geopo­litische Ordnung wird neu justiert, während der globale Wettlauf um die KI-Vorherr­schaft immer stärker die Richtung vorgibt. Laut der Schweizer Privat­bank Union Bancaire Privée (UBP) bewegt sich die Welt­wirt­schaft von frag­mentierter Wider­stands­fähigkeit zu wieder synchro­nisiertem Wachstum. „Die anhal­tende Verän­derung der globalen geo­politischen Ordnung in Verbindung mit dem strate­gischen Wettlauf um die Vorherrschaft im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) bildet für uns den Ausgangspunkt für die Portfoliokonstruktion in diesem Jahr“, wie Michaël Lok, Group CIO und Co-CEO UBP Asset Management, im Investmentoutlook für 2026 erläutert.

Makroökonomisch rechnet die UBP mit einem globalen Wachstum von rund 3,1 Prozent. Die USA führen; Asien zeigt robuste Dynamik und in China zeichnet sich eine schrittweise Erholung ab. Die Eurozone profitiert von deutschen Stimuluspaketen und einer starken Peripherie. Zwar werde das erste Quartal noch durch Zolleffekte und Lieferkettenanpassungen belastet, doch ab dem Frühjahr sollte die Konjunktur an Tempo gewinnen. Der durch die US-Zölle verursachte Aufwärtsdruck sollte der UBP zufolge allmählich nachlassen, sodass die Inflation in den USA im Laufe des Jahres wieder auf einen Trendwert von 2,5 % zurückkehren dürfte.

Sechs Themen für 2026
Vor diesem Hintergrund zieht die Schweizer Privatbank sechs Kernthemen für das Anlagejahr 2026 in den Fokus:

Künstliche Intelligenz: KI bleibt der zentrale strukturelle Wachstumsmotor. Der Investitionszyklus steht trotz hoher Bewertungen erst am Anfang einer mehrjährigen Phase, die von steigender Rechenleistung, tieferer Unternehmensadoption und echten Produktivitätsgewinnen geprägt sein dürfte. KI wirkt nicht nur als Einzeltrend, sondern als technologischer Beschleuniger für nahezu alle Branchen.

Chinas Technologiesektor: China bleibt der einzige ernsthafte globale Konkurrent der USA im KI Rennen. Seit der Einführung von DeepSeek hat sich die Innovationsgeschwindigkeit nochmals erhöht. Chinesische KI Modelle werden technologisch wettbewerbsfähig und ökonomisch skalierbar. Für Diversifikationsstrategien stellt dieser Sektor trotz höherer Volatilität einen wichtigen Baustein dar.

Stromnachfrage: Die weltweite Stromnachfrage steigt so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr. KI Rechenzentren, Elektrifizierung und energieintensive Industrien sorgen für einen strukturellen Trend, der Versorger, Netzbetreiber und Energietechnologieunternehmen in eine neue Wachstumsphase führt. Strom wirkt in Zeiten geopolitischer Unsicherheit als strategischer Makro-Hedge.

Grundstoffe und Bergbau: Rohstoffe rücken zunehmend in den geopolitischen Fokus. Exportkontrollen, strategische Lagerhaltung und der Wettlauf um kritische Metalle wie Kupfer oder Seltene Erden erhöhen das Risiko von Angebotsschocks. Anleger können von langfristig engen Märkten mit strukturellem Preisdruck profitieren.

Gold: Auch wenn Silber seit Jahresbeginn um 30 Prozent gestiegen ist und Rekordwerte erreicht hat, bleibt der langfristige Aufwärtstrend von Gold intakt und dürfte im Anlegerportfolio weiter als Absicherung gegen geopolitische Spannungen überzeugen.

Emerging Market Debt: Schwellenländeranleihen profitieren 2026 von attraktiven Renditen, einer erwarteten USD Schwäche und strukturellen Verbesserungen in vielen Staats- und Unternehmenshaushalten. Für Anleger können sie ein zentraler Baustein sein, um Diversifikation und Ertragsstärke im Portfolio zu vereinen.

Soll man angesichts der hohen Bewertungen investiert bleiben?
„Die Aktienbewertungen liegen zwar am oberen Ende ihrer historischen Bandbreite, doch gibt es zum jetzigen Zeitpunkt kaum Anzeichen für eine Spekulationsblase,“ erklärt Nicolas Laroche, Global Head of Advisory & Asset Allocation bei UBP. Laroche sieht das fundamentale Umfeld weiterhin stabil. Die UBP erwartet ein globales Gewinnwachstum von rund 15 Prozent, getragen von einer breiten Erholung zyklischer Sektoren. US Technologie bleibt struktureller Treiber, ergänzt durch Chancen in Versorgern, Rohstoffen und chinesischer Technologie. Investiert zu bleiben ist sinnvoll, allerdings mit aktivem Risikomanagement, rät die UBP.

Welche Risiken sollten Investoren 2026 im Blick behalten?
Im Jahr 2026 könnten der UBP zufolge mehrere Risiken die globale Stabilität und die Finanzmärkte beeinträchtigen. „Das unmittelbarste Risiko ist eine erneute Verschärfung der Finanzierungsbedingungen in den USA aufgrund höherer Zinsen und eines möglicherweise stärkeren Dollars. Eine anhaltende Inflation, die möglicherweise durch erhöhte Zölle und deren Folgewirkungen aufrechterhalten wird, könnte dazu führen, dass die Fed länger als von den Anlegern erwartet eine restriktive Geldpolitik verfolgt oder das Ausmaß künftiger Zinssenkungen begrenzt“, führt Laroche aus.

Ein weiteres Risiko besteht darin, dass die Märkte mittelfristig den Fundamentaldaten voraus sein könnten. Die Ausgaben für Chips, Cloud-Infrastruktur, Rechenzentren und Energie sind außerordentlich hoch, doch der Zeitpunkt und der Umfang der Monetarisierung sind noch ungewiss. Die Akzeptanz durch die Unternehmen könnte sich als langsamer erweisen als von Optimisten erwartet, und die Unternehmen könnten bei ihrem Übergang von der Experimentierphase zum groß angelegten Einsatz weiterhin kostensensibel bleiben.

Drittens bleibt ein geopolitisches und politisches Tail-Risiko aufgrund einer möglichen Eskalation zwischen China und Taiwan sowie einer zunehmenden politischen Unsicherheit in den USA im Vorfeld der Zwischenwahlen 2026. „Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit eines schwerwiegenden Szenarios als gering ein, aber die Folgen für die globalen Märkte wären erheblich, insbesondere für die technologischen und industriellen Lieferketten aufgrund der Rolle Taiwans in der fortschrittlichen Halbleiterfertigung“, so Laroche.

www.fixed-income.org

 

Investment
Das dritte Quartal 2026 stand im Zeichen geo­politisch getrie­bener Energie­preise und restrik­tiver Noten­banken. Die Kon­junktur blieb über­raschend…
Weiterlesen
Investment

von Richard Bernstein, Global Head of Macro and Customized Investing, Chris Benway, Director of Research, and Michael Talaga, Global Head of Credit…

Anleger neigen dazu, den Zentral­banken viel Aner­kennung für die mehr als 30 Jahre an­dauernde Des­inflation zu zollen, die vor der Pandemie…
Weiterlesen
Investment

von Ken Orchard, CIO Fixed Income, T. Rowe Price

Steigende Anleihe­renditen bedeuten nicht zwangs­läufig, dass die Zentral­banken alle Zinser­höhungen vor­nehmen werden, die die Märkte derzeit…
Weiterlesen
Investment
Europä­ische High-Yield-Anleihen bieten weiterhin attraktive laufende Erträge, während das Durationsrisiko vergleichs­weise begrenzt bleibt. Die…
Weiterlesen
Investment

von Thomas Timmermann, Fondsmanager bei DPAM

Der Markt für Schwellen­länder-Unter­nehmens­anleihen hat heute ein Volumen von 2,6 Billionen US-Dollar und über­trifft sowohl den globalen…
Weiterlesen
Investment
Strategie­wechsel bei BlackRock. Nach fast zwei Jahren der Überge­wichtung werden US-Aktien auf neutral zurück­gestuft und US-Staats­anleihen…
Weiterlesen
Investment

Renditen langlaufender Staatsanleihen sind auf ein Niveau gestiegen, das zuletzt zur Zeit der globalen Finanzkrise zu beobachten war

Der aktuelle Ausver­kauf von lang­lau­fenden Anleihen hat die Argu­mente gestärkt, kurz­laufende Anleihen in Betracht zu ziehen, da stei­gende…
Weiterlesen
Investment
Wer in Bukarest Blut spendet, bekommt als Danke­schön die Chance, Anleihen zu zeichnen. Was wie eine Kuriosität wirkt, steht für einen größeren Trend:…
Weiterlesen
Investment
Anleger richten ihren Blick derzeit zu stark auf steigende Renditen und geopo­litische Risiken und unter­schätzen dabei die verbesserten…
Weiterlesen
Investment
Viele Analysten gehen davon aus, dass die Cash­flows der Hyper­scaler in den kommenden Jahren negativ werden. Grund dafür ist der beispiellos hohe…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!