YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige

UBP sieht bei Gold weiteres Aufwärtspotenzial

© Pixabay

Die Aussichten für Gold bleiben aufgrund einer Reihe von Faktoren weiterhin glänzend, schreibt Peter Kinsella, Globaler Leiter der Devisen­strategie der Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP), in einem aktuellen Markt­kommentar:

„Anfang September stieg der Goldpreis auf etwas über 3.500 USD pro Unze und erreichte damit ein neues Allzeithoch. Der Aufwärtstrend spiegelte die Reaktion des Marktes auf die Versuche von US-Präsident Trump wider, die Politik der US-Notenbank zu beeinflussen. Trumps Forderungen nach einer lockereren Geldpolitik sind bekannt, und er ist noch einen Schritt weiter gegangen, indem er Lisa Cook aus der Fed entlassen hat. Wir stellen fest, dass sich die Renditekurve für US-Anleihen mit einer Laufzeit von 2 bis 30 Jahren versteilt hat, was die Erwartung einer baldigen Zinssenkung und einer langfristig höheren Inflation widerspiegelt. Ein solches Umfeld ist eindeutig förderlich für höhere Goldpreise, was sich Anfang September auch gezeigt hat.

Der Durchbruch der Marke von 3.450 USD pro Unze ist wichtig, da dies seit Anfang April als starker Widerstand galt. Der Aufwärtstrend dürfte Momentum-Trader und CTAs anziehen, sodass wir mit einer Fortsetzung des jüngsten Anstiegs rechnen können, da Anleger kurzfristig höhere Renditen anstreben. Die Positionierung von institutionellen Investoren scheint keineswegs überzogen und auch Privatanleger haben noch viel Spielraum, um ihr Goldengagement über ETFs zu erhöhen.

Der zunehmende Einfluss auf die US-Geldpolitik lässt befürchten, dass die Märkte in eine Ära der fiskalischen Dominanz eintreten werden, also die Zinsentscheidungen der Zentralbank den Erfordernissen der Defizitfinanzierung untergeordnet werden. Dies bedeutet, dass die Zinsen mittelfristig auf einem unangemessen niedrigen Niveau gehalten werden, was für die Goldpreise von Natur aus förderlich ist. Der bedeutende Faktor ist, dass sich die Entwicklung in der größten Volkswirtschaft der Welt vollzieht und daher weitreichende Auswirkungen auf den Goldpreis zu erwarten sind.

Wir stellen fest, dass die Erwartungen für die Realzinsen in den USA, gemessen an den Renditen 10-jähriger TIPS, von 2,1% im Juni auf derzeit rund 1,8% gefallen sind. Der Rückgang spiegelt die Kombination aus höheren Inflationserwartungen und bevorstehenden Zinssenkungen durch die Fed wider. Die Aussicht auf niedrigere Realzinserwartungen ist für den Goldpreis von Vorteil, und wir vermuten, dass Schwellenwerte eine wichtige Rolle spielen werden, d. h., wenn die Renditen 10-jähriger TIPS unter 1,50% fallen, könnte Gold leicht und deutlich über 3.500 USD pro Unze steigen.

Wir glauben, dass Gold kurzfristig nur begrenzte Abwärtsrisiken birgt. Die Zentralbanken haben ihre Käufe mit einem robusten Tempo von rund 77 Tonnen pro Monat fortgesetzt, was einem Jahresvolumen von knapp 1.000 Tonnen entspricht. Das bedeutet, dass eine starke Nachfrage nach Gold besteht, die einen möglichen Rückgang begrenzen wird, da die Zentralbanken jeden Rückgang auf ein Niveau von 3.300 USD pro Unze nutzen werden, um ihre Reserven aufzustocken.

Das allgemeine geopolitische Umfeld bleibt für die anhaltenden Goldkäufe der Zentralbanken weiterhin sehr günstig, und die jüngste Militärparade zum „Tag des Sieges” in China zeigt, dass wir Zeugen der Entstehung einer neuen geopolitischen Ordnung sind. Gold wird in dieser Zeit ein Anker der Stabilität bleiben, und dies ist einer der vielen Gründe, warum wir weiterhin eine erhebliche Goldallokation in unseren diskretionären Portfolios bevorzugen."

www.fixed-income.org 


 

Investment
Anleihen aus dem Öl- und Gas­bereich sind Profiteure aus dem Preis­schock in Folge des Iran-Krieges, wie Norbert Schmidt und Gerhard Mayer,…
Weiterlesen
Investment

von Josh Shipley, Head of Europe Direct Lending bei PGIM

Während eines Groß­teils des ver­gangenen Jahr­hunderts wurden euro­päische Fußball­vereine weniger wie Unter­nehmen behandelt, sondern eher wie…
Weiterlesen
Investment

von Jason DeVito & Mohammed Elmi, beide Senior Portfoliomanager bei Federated Hermes

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat die weltweite Ölver­sorgung erheb­lich beein­trächtigt – was sich schließlich auch in den Preisen…
Weiterlesen
Investment
Lowie Debou, Fonds­manager bei DPAM, beurteilt die Ent­wicklung von Preisen und Inflations­er­wartungen infolge des Iran­konflikts: 1.  „Unmittelbar…
Weiterlesen
Investment
Infolge des Iran­kriegs erwartete die Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) bereits im April einen Inflationsschock und weitere…
Weiterlesen
Investment

von Jan Felix Glöckner, Senior Investment Specialist bei Insight Investment

Auch wenn derzeit ein brüchiger Waffen­still­stand herrscht, gibt es keine ein­deutigen oder unmittel­baren Anzeichen für eine Beilegung des Konflikts…
Weiterlesen
Investment

Anteil von US-Treasuries sinkt um mehr als 10%, alle anderen 9 der Top 10-Emittenten steigen teils sehr deutlich

Institu­tionelle Anleger inves­tieren weiter weltweit in Staats­anleihen und legen einen starken Fokus auf Europa und die USA. Das Volumen ist im 1.…
Weiterlesen
Investment

von Vincent Nobel, Head of European Real Estate Debt bei Federated Hermes

Immobilien­kredite haben in einem Umfeld dauerhaft höherer Zinsen wieder an Attrak­tivität gewonnen. Allerdings greift die reine Betrach­tung des…
Weiterlesen
Investment

Volatile Kerosinbestände in Europa sind ein Warnsignal dafür, wie ein anhaltender Schock in der Straße von Hormus Lieferketten insgesamt unter Druck…

„Gibt es jeman­den an Bord, der ein Flug­zeug fliegen kann?“ Diese Frage aus dem Film­klassiker Airplane! wirkt heute wieder einmal unheim­lich…
Weiterlesen
Investment

von Michael Ganske, Portfolio Specialist bei T. Rowe Price

Die jüngste Volatilität bei Schwellen­länder­anleihen hat für Anleger attrak­tivere Anlage­chancen geschaffen, anstatt auf eine Ver­änderung der…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!