Die PCE-Zahlen lagen leicht unter den Erwartungen: Der Gesamtindex lag bei -0,1 % im Monatsvergleich bzw. +3,7 % im Jahresvergleich, während der wichtigere Kernindex bei +0,1 % im Monatsvergleich bzw. +3,3 % im Jahresvergleich lag. Dies ist der erste Rückgang des Gesamtindex im Monatsvergleich seit Juli 2022. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass der WTI (hauptsächlich in den USA geförderte Ölsorte West Texas Intermediate) im Juni um 20 % gefallen war (und im Juli nun wieder um 21 % gestiegen ist). Zwar legt die Fed großen Wert auf den Kern-PCE und strebt ausdrücklich eine Gesamt-PCE-Inflationsrate von 2 % an, doch da ein Großteil der PCE-Zahlen im Grunde bereits feststeht, sobald die CPI- und PPI-Zahlen für Juni zu Monatsbeginn vorlagen, ist die eigentliche Veröffentlichung des PCE in der Regel ein „Non-Event“. Dies gilt heute umso mehr, nachdem Warsh auf der gestrigen Pressekonferenz angedeutet hat, dass er „ein breiteres Spektrum an Inflationsdaten als nur die PCE-Zahlen im Blick hat“. Warsh hat betont, dass es der Fed „auf die Trends in den Daten ankommt“ und sie sich nicht übermäßig auf einzelne Datenpunkte konzentriert. Dies ist ein Datenpunkt, der in die richtige Richtung weist. Zwar gibt es Anzeichen dafür, dass der Trend ab jetzt etwas positiver ausfallen könnte, da wir den Zolleffekt aus dem letzten Jahr langsam hinter uns lassen, doch bleibt der Ölpreis volatil und der Ausbau der KI schreitet zügig voran.
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