YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Verschuldungsgrad von Unternehmen ist entscheidend

„Hohe Qualität zeichnet sich für uns durch his­torische Ertrags­stabilität aus. Unter­nehmen sollten nicht nur dann profi­tabel sein, wenn die Kon­junktur gut läuft. Denn je stärker die Gewinne eines Unter­nehmens vom Kon­junk­tur­zyklus abhängen, desto vola­tiler sind die Erträge und damit auch der Aktien­kurs", schreibt Nils Bosse Para, Port­folio­manager des ODDO BHF Polaris Dynamic, in einem aktuellen Markt­kommentar. Ein ent­schei­dendes Kriterium ist für uns, dass ein Unternehmen von strukturellen Wachstumstrends profitiert. Eine alternde Bevölkerung, die mehr Medikamente benötigt, oder hilfreiche Technologien, auf die Unternehmen aus Wettbewerbsgründen nicht verzichten können, sind zum Beispiel langfristige, manchmal Jahrzehnte prägende Megatrends. „Aktien, die von solchen Trends profitieren, bieten Schutz vor Konjunkturschwankungen und stabilere Erträge über Jahre hinweg“, fügt Bosse Para hinzu. Umsatz- und Gewinnwachstum werden dadurch besser kalkulierbar.

Höhere Kupons durch Zinswende

Angesichts der aktuell hohen Zinsen gibt es aber ein weiteres Merkmal, auf das wir derzeit besonders achten: die Verschuldung der Unternehmen. 38% der Unternehmensanleihen mit niedrigerem Kupon laufen bis 2027 aus und müssen entweder aus der Bilanz bezahlt oder von den Unternehmen durch die Ausgabe neuer Anleihen zu einem höheren Kupon refinanziert werden. Die derzeit von den Investoren geforderten Kupons sind aufgrund der Zinswende höher als in den vergangenen Jahren und erhöhen damit die Zinslast der Unternehmen. Eine höhere Zinslast drückt auf den Gewinn und lässt weniger Spielraum für Investitionen. Der Portfoliomanager von ODDO BHF AM führt aus: „In diesem Umfeld ist es ratsam, die Verschuldung des Unternehmens gering zu halten, denn ein zu hoher Schuldendienst hat schon so manches Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht“. Sehr hoch verschuldete Unternehmen schließen wir daher bei der Auswahl aus.

Freie Cashflows und Liquidität entscheidend

Bei strategischen Übernahmen kann es sinnvoll sein, einen Teil der Schulden für die Übernahme einzusetzen, was den Verschuldungsgrad kurzfristig erhöht. „Eine rasche Rückführung der Verschuldung nach der Konsolidierung des übernommenen Unternehmens ist dabei wünschenswert und ein sehr wichtiges Zeichen für die Qualität der angebotenen Produkte oder Dienstleistungen und des Managements“, so Bosse Parra. Sehr erfolgreiche Unternehmen zeichnen sich durch hohe freie Cashflows und einen hohen Bestand an liquiden Mitteln in der Bilanz aus. Diese Liquidität gibt den Unternehmen einerseits die Freiheit und Flexibilität, Konkurrenten zu übernehmen oder Aktien zurückzukaufen, andererseits können die liquiden Mittel derzeit kurzfristig verzinst angelegt werden und bieten damit sogar eine zusätzliche Einnahmequelle.

Flexibilität bei strategischen Entscheidungen

Zusammenfassend lässt sich sagen: Geringe Verschuldung bedeutet geringere Zinsverpflichtungen und damit ein geringeres Risiko, in Rezessionen in die Insolvenz zu rutschen, sowie geringere Zinszahlungen, was die Rentabilität erhöhen kann. „Liquidität bedeutet Flexibilität bei strategischen Entscheidungen und Unabhängigkeit von Banken und anderen Kreditgebern“, fasst Bosse Parra zusammen. Eine geringe Abhängigkeit von der Finanzierung mache diese Unternehmen widerstandsfähiger gegenüber konjunkturellen Schwankungen.

www.fixed-income.org
Foto: Nils Bosse Para © ODDO BHF


 

Investment
Anläss­lich der Fed-Sitzung nächste Woche kommen­tieren Experten von Insight Invest­ment Experten, Teil von BNY Mellon und einer der größten Fixed…
Weiterlesen
Investment
Markt­kommen­tar des BlackRock Invest­ment Institute (BII). Ann-Katrin Petersen, Leiterin Kapital­markt­strategie Deutsch­land, Schweiz, Öster­reich…
Weiterlesen
Investment
Das dritte Quartal 2026 stand im Zeichen geo­politisch getrie­bener Energie­preise und restrik­tiver Noten­banken. Die Kon­junktur blieb über­raschend…
Weiterlesen
Investment

von Richard Bernstein, Global Head of Macro and Customized Investing, Chris Benway, Director of Research, and Michael Talaga, Global Head of Credit…

Anleger neigen dazu, den Zentral­banken viel Aner­kennung für die mehr als 30 Jahre an­dauernde Des­inflation zu zollen, die vor der Pandemie…
Weiterlesen
Investment

von Ken Orchard, CIO Fixed Income, T. Rowe Price

Steigende Anleihe­renditen bedeuten nicht zwangs­läufig, dass die Zentral­banken alle Zinser­höhungen vor­nehmen werden, die die Märkte derzeit…
Weiterlesen
Investment
Europä­ische High-Yield-Anleihen bieten weiterhin attraktive laufende Erträge, während das Durationsrisiko vergleichs­weise begrenzt bleibt. Die…
Weiterlesen
Investment

von Thomas Timmermann, Fondsmanager bei DPAM

Der Markt für Schwellen­länder-Unter­nehmens­anleihen hat heute ein Volumen von 2,6 Billionen US-Dollar und über­trifft sowohl den globalen…
Weiterlesen
Investment
Strategie­wechsel bei BlackRock. Nach fast zwei Jahren der Überge­wichtung werden US-Aktien auf neutral zurück­gestuft und US-Staats­anleihen…
Weiterlesen
Investment

Renditen langlaufender Staatsanleihen sind auf ein Niveau gestiegen, das zuletzt zur Zeit der globalen Finanzkrise zu beobachten war

Der aktuelle Ausver­kauf von lang­lau­fenden Anleihen hat die Argu­mente gestärkt, kurz­laufende Anleihen in Betracht zu ziehen, da stei­gende…
Weiterlesen
Investment
Wer in Bukarest Blut spendet, bekommt als Danke­schön die Chance, Anleihen zu zeichnen. Was wie eine Kuriosität wirkt, steht für einen größeren Trend:…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!