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„Wir konzentrieren uns auf den Wachstumsmarkt Healthcare“, Dr. Heiko Opfer, und Alexander Chamier, Apo Asset Management

Der Mischfonds apo Medical Balance feierte im Februar seinen fünften Geburtstag. Mit diesem Mischfonds können Anleger mit Aktien und Anleihen vom weltweiten Megatrend Gesundheit profitieren. Der Fonds investiert in Unternehmen, die vom Wachstum des globalen Gesundheitsmarkts besonders profitieren können. Die Kombination von Unternehmensanleihen verbessert zudem das Rendite-/Risiko-Profil. Im Gespräch mit dem BOND MAGAZINE erläutern Dr. Heiko Opfer, Geschäftsführer, und Alexander Chamier, Senior Portfolio Manager der Apo Asset Management GmbH die Investmentstrategie.

BOND MAGAZINE:
Bitte erläutern Sie das Konzept des apo Medical Balance.

Dr. Opfer: Der apo Medical Balance ist aus unserer Sicht der einzige Mischfonds, der sich auf den wachstumsstarken Healthcare-Sektor konzentriert. Der Fonds investiert nicht nur in Pharma-Riesen, sondern in alle Bereiche des Gesundheitsmarktes, dies sowohl mit Aktien als auch mit Anleihen.

Chamier: Analysen haben gezeigt, dass die Beimischung von Unternehmensanleihen das Rendite-/Risiko-Profil verbessern. Das Risiko sinkt deutlich und wir erzielen positive Diversifikationseffekte. Die Anleihen haben überwiegend ein Investment Grade-Rating. Es gibt zwei Komponenten, die sich auf die Performance auswirken: Die Spread-Komponente, die natürlich positiv korreliert ist mit den Aktien, aber auch die Zinskomponente, die negativ korreliert ist. Der Fonds ist daher auch für risikobewusstere Investoren geeignet. Wir investieren etwa die Hälfte des Fondsvermögens in Aktien und in Renten, wobei wir die Quote aktiv steuern anhand unseres Investmentprozesses. Aktuell haben wir eine Aktienquote von ca. 47%. Wir können im Rentenbereich grundsätzlich auch in High Yield-Anleihen investieren, dies ist allerdings nur eine Beimischung von aktuell ca. 6% des Anleihevermögens. Der Fonds ist global aufgestellt mit einem Schwerpunkt in den USA und US-Dollar, wobei das Währungsrisiko überwiegend abgesichert ist. Denn gerade Anleihen von Healthcare-Unternehmen werden zu einem Großteil von US-Unternehmen bzw. Unternehmen in US-Dollar begeben. Etwa 88% der Rentenbenchmark sind im US-Dollar-Raum und 12% im Euro-Raum.

BOND MAGAZINE: Welche Trends sehen Sie im Gesundheitssektor?

Dr. Opfer: Wir sehen vier Sektoren, die im Gesundheitsmarkt dominieren, das sind Medizintechnik, Biotechnologie, Gesundheitsdienstleister und Pharmahersteller. Wir bilden  
in einem ersten Schritt diese vier Bereiche im Fonds ab. Wenn wir Aktien und Renten zusammen ansehen, dann waren wir Ende Januar 2020 etwa zu 27% im Bereich Medtech investiert, knapp 17% im Biotech, bei Gesundheitsdienstleistern ebenfalls mit ca. 24% und mit rund 30% im Bereich Pharmaherstellern. Diese Quoten steuern wir aktiv und profitieren von Branchentrends. Ein ähnliches Konzept haben wir auch bei unserem Aktienfonds apo Medical Opportunities seit 2005 im Einsatz. Branchenübliche Indices wie zum Beispiel der MSCI World Healthcare Index haben hingegen ein starkes Übergewicht bei Pharmaunternehmen. Im Gesundheitswesen sehen wir langfristig mehrere  bedeutsame Trends: neben dem demographischen Wandel, von dem der gesamte Sektor profitiert, zählt dazu auch der wachsende Wohlstand.Die Weltbevölkerung wird reicher. In Emerging Markets geschieht das tendenziell schneller als in den USA und Europa. . Es gibt noch eine weitere Entwicklung, die wir unter dem Begriff „neue Technologien“ zusammenfassen. Ein ganz wichtiger Teilbereich ist die Digitalisierung des Gesundheitsmarktes. Ein großer Bereich der Kosten des Gesundheitssystems fällt im Bereich Krankenhäuser, Ärzte und Verwaltung an. In diesem Sektor ist die Digitalisierung noch nicht weit vorangeschritten. Die Digitalisierung ist in den nächsten Jahren aus unserer Sicht einer der ganz großen Trends im Gesundheitswesen. Bis zum Jahr 2030 werden Wachstumsraten von 20-30% p.a. erwartet. Aber auch bei Biotech-Unternehmen wird ein starkes Wachstum erwartet. Unternehmen aus dem Segment haben eine Reihe von Medikamenten in der Pipeline. Wir beobachten hier eine Zunahme von M&A-Aktivitäten, da große Pharmaunternehmen selbst weniger in Forschung investieren und die Strategie verfolgen, gezielt Unternehmen mit einer aussichtsreichen Pipeline zu übernehmen.

BOND MAGAZINE: Was unterscheidet den apo Medical Balance von anderen Mischfonds und wie ist die Performance im Vergleich zur Peergroup.

Dr. Opfer: Der Fonds hat sich gut entwickelt. De apo Medical Balance I wird von Morningstar mit 5 Sternen bewertet und hat   im letzten Jahr eine Performance von mehr als 15% erwirtschaftet. In den letzten drei Jahren hatten wir eine durchschnittliche Performance von 5,5-6% p.a. Wir schneiden damit auch im Vergleich zur Peergroup etwa bei Morningstar sehr gut ab und liegen in diesem Zeitraum innerhalb der Peergroup unter den besten 10%. Uns unterscheidet von der Peegroup, dass wir uns auf den deutlich wachsenden globalen Gesundheitsmarkt konzentrieren. Langfristig bewegt sich der Healthcare-Markt in Downphasen mit einem Beta von 0,8 gegenüber dem breiten Aktienmarkt Und Healthcare-Aktien weisen  ein geringeres Risiko auf. Zudem profitieren wir von den günstigen Eigenschaften der Beimischung von Unternehmensanleihen.

BOND MAGAZINE: Wie ist Ihr Investmentprozess, gerade bei Renten?

Chamier: Wir strukturieren den Fonds nach einem fundamentalen Ansatz. Wir brechen das in verschiedene Bereiche herunter. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus hat die aktive Steuerung eine hohe Bedeutung. Wir versuchen verschiedene Renditequellen miteinander zu kombinieren. Innerhalb der Risikosteuerung allokieren wir sowohl die Aktien-/Rentenquote als auch die Quote High Yield versus Investmentgrade innerhalb der Renten. Für die Steuerung des Kreditrisikos nutzen wir die Berechnung „Duration Times Spread“. Wir haben zudem eine sehr aktive Durationssteuerung. Während der Fonds in 2015 mit einem relativ niedrigen Zinsrisiko an den Start gegangen ist, haben wir die Zinsanstiege in den Jahren 2016 bis 2018 genutzt, um die Laufzeitenstruktur der Anleihen zu verlängern. Auch Diversifikation spielt eine wichtige Rolle. Die Diversifikation in Währungen bietet zusätzliche Renditechancen.

BOND MAGAZINE: Welchen Ausblick können Sie auf das laufende Jahr geben? Nach einem sehr erfreulichen Jahresstart sind die Märkte dann sehr volatil geworden.

Chamier: Das ist richtig. Das fundamentale Umfeld, welches sich seit Ende 2019 zu verbessern begann, ist aktuell durch die Coronavirus-Epidemie mit hoher Unsicherheit verbunden. Der apo Medical Balance ist erfreulicherweise gut für dieses schwierige Marktumfeld aufgestellt. Die Verluste auf der Aktienseite konnten durch die verlängerte Laufzeitenstruktur auf der Anleiheseite kompensiert werden. Der Fonds hat im laufenden Jahr um 0,5% zugelegt (per 02.03.2020). Wir gehen davon aus, dass die Coronavirus-Epidemie zumindest in Europa und den USA noch nicht ihren Höhepunkt gesehen hat. Entsprechend ist in den nächsten Monaten mit einer spürbaren Belastung der Konjunkturerholung zu rechnen. Nach dem extrem deutlichen Rückgang der sicheren Zinsen, vor allem in den USA, suchen wir wieder gezielt Chancen am Aktienmarkt. Durch die deutliche Reaktion der Zentralbanken und durch die Bereitschaft der Staaten auch fiskalpolitisch zu unterstützen, stehen die Chancen gut, dass die Weltwirtschaft ab der zweiten Jahreshälfte eine Belebung erfährt.


Das Interview führte Christian Schiffmacher, www.fixed-income.org
(Foto: Dr. Heiko Opfer © Apo Asset Management)

Eckdaten des Fonds:
ISIN:
  DE000A117YJ3
Verwendung der Erträge:  Ausschüttung
Auflegung:  23.02.2015
Geschäftsjahr:  01.12.-30.11.
Fondsmanager:  apoAsset
Kapitalverwaltungsgesellschaft:  HSBC INKA


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