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„Wir sehen nach den positiven Erfahrungen und der guten Quote des ersten Umtauschs noch deutliches Potenzial“, Tobias Fischer-Zernin, Joh. Friedrich Behrens AG

Die Joh. Friedrich Behrens AG hat eine neue fünfjährige Anleihe emittiert. Diese dient zur Refinanzierung der Anleihe 2011/16. Das Angebot umfasste ein freiwilliges Umtauschangebot für die am 15. März 2016 fällige Anleihe 2011/16. Jetzt bietet die Joh. Friedrich Behrens AG ein erneutes Umtauschangebot an. Insgesamt können bis zu 4.999.000 Euro umgetauscht werden. Anleger, die das Umtauschangebot wahrnehmen, erhalten bis zum 18. Dezember 2015 neben den aufgelaufenen anteiligen Stückzinsen der Schuldverschreibungen 2011/2016 einen Barausgleich in Höhe von 20,00 Euro je Anleihe im Nennwert von 1.000 Euro. Danach beträgt der Barausgleich bis zum Ende der Umtauschfrist am 15. Januar 2016 noch 15,00 Euro je umgetauschter Anleihe 2011/2016. Die Gesellschaft möchte damit Anlegern, die das Umtauschangebot verpasst haben, noch die Möglichkeit zu einem Umtausch in die neue Anleihe geben, wie der Vorstandsvorsitzende Tobias Fischer-Zernin im Gespräch mit dem BOND MAGAZINE erläutert. Zudem hat das Unternehmen die Zusage des Bankenkonsortiums für eine Finanzierung bis in 2016 erhalten.

BOND MAGAZINE: Sie haben vor einigen Wochen eine neue, fünfjährige Unternehmensanleihe – mit Umtauschangebot für die Anleihegläubiger der Behrens-Anleihe 2011/16 – emittiert. Nun bieten Sie erneut einen Umtausch der Anleihe 2011/16 in die neue Anleihe 2015/20. Weshalb bieten Sie nach so kurzer Zeit wieder einen Umtausch an?

Fischer-Zernin: Wir möchten mit dem neuen Umtauschangebot die Anleger unserer ersten Anleihe 2011/2016 erreichen, die bislang das Angebot nicht wahrgenommen haben. Diverse Anleger, die das erste Umtauschangebot verpasst haben, haben sich bei uns gemeldet und gefragt, ob doch noch ein Tausch möglich wäre. Wir sehen daher nach den positiven Erfahrungen und der guten Quote des ersten Umtauschs noch deutliches Potenzial. Mittlerweile notiert auch unsere neue Anleihe 2015/2020 im Entry Standard für Unternehmensanleihen der Frankfurter Wertpapierbörse und entwickelt sich hier stabil. Dies sehen wir als positives Signal für alle Anleger, die wir noch erreichen möchten.

BOND MAGAZINE: Wie sind die Eckpunkte des Umtauschangebots?

Fischer-Zernin: Die Joh. Friedrich Behrens AG bietet den Anlegern der ersten Unternehmensanleihe 2011/2016 erneut die gleichen Umtauschbedingungen wie beim ersten Umtauschangebot an. Das heißt, jede Schuldverschreibung 2011/2016 kann im Verhältnis 1:1 gegen eine neue Schuldverschreibung mit Laufzeit bis 2020 und einem Kupon von 7,75% getauscht werden. Insgesamt können bis zu 4.999.000 Euro umgetauscht werden. Anleger, die das Umtauschangebot wahrnehmen, erhalten bis zum 18. Dezember 2015 neben den aufgelaufenen anteiligen Stückzinsen der Schuldverschreibungen 2011/2016 einen Barausgleich in Höhe von 20,00 Euro je Teilschuldverschreibung. Danach beträgt der Barausgleich bis zum Ende der Umtauschfrist am 15. Januar 2016 15,00 Euro je umgetauschter Teilschuldverschreibung 2011/2016.

BOND MAGAZINE: Welches Volumen steht nach dem ersten Umtauschangebot bei der Anleihe 2011/16 noch aus?

Fischer-Zernin: Wir hatten im ersten Umtausch ein erfreuliches Ergebnis von rund 30%, die durch die Anleger getauscht wurden. Hinzu kamen weitere Zeichnungen durch private und institutionelle Investoren, so dass wir jetzt den oben genannten Betrag von 4.999.000 Euro noch umtauschen wollen. Parallel führen wir aber weitere Gespräche mit institutionellen Investoren, um die neue Anleihe auf 25.000.000 Euro aufzufüllen.

BOND MAGAZINE: Könnten Sie das noch ausstehende Volumen am 14.03.2016 (Laufzeitende) zurückzahlen?

Fischer-Zernin: Wir haben im Rahmen der geplanten Refinanzierung unserer ersten Anleihe unsere gesamte Finanzierung auf eine breitere und damit auch eine ausgewogenere Basis gestellt. Die neue Anleihe stellt dabei lediglich einen Bestandteil dar, ein weiterer größerer ist eine Immobilienfinanzierung. Die ist mittlerweile so konkret, dass wir heute von einer Rückzahlung der Anleihe ausgehen können.

BOND MAGAZINE: Wie weit sind Sie mit der Refinanzierung Ihres Konsortialkredits vorangeschritten?

Fischer-Zernin: Wir haben die Zusage des Konsortiums bis in das Jahr 2016 erhalten. Parallel liegt die Zusage unserer Hausbank vor, dass mit Ablösung der Altanleihe das Konsortium aufgelöst wird und unsere Hausbank die Anschlusskreditlinie der bisherigen Konsortialbanken zur Verfügung stellt. Insofern wird unsere Gesamtfinanzierung zukünftig in einer neuen und ausgewogeneren Struktur mit Entlastung von Fälligkeiten und einer Laufzeitdifferenzierung realisiert.

BOND MAGAZINE: Wie verläuft das operative Geschäft bei Ihnen und welchen Ausblick können Sie uns geben?

Fischer-Zernin: Die Behrens-Gruppe hat ein erfolgreiches drittes Quartal 2015 abgeschlossen. Wir konnten den Umsatz durch unsere intensive Vertriebsarbeit weiter steigern. So erzielten wir in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 6,3% und erreichten Umsatzerlöse von 80 Mio. Euro. Auch die Ergebniskennzahlen haben wir deutlich verbessert. Auf dieser Basis gehen wir für das Gesamtjahr ebenfalls von einer positiven Geschäftsentwicklung und einer Fortsetzung des Wachstumstrends aus. Wir erwarten für den Konzern, bereinigt um Einmalaufwendungen im Rahmen der Refinanzierung, ein positives Ergebnis (EBT) in Höhe von 1,5 bis 2,0% des Umsatzes.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, www.fixed-income.org


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