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„Wir werden die Mittel der Anleihe pünktlich, vollständig und ohne Probleme an die Anleihegläubiger zurückführen“, Willy Koch, AVW Immobilien AG

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/15 konnte die AVW Immobilien AG Umsatz und Betriebsergebnis deutlich steigern. Im Gespräch mit dem BOND MAGAZINE gibt Vorstand Willy Koch einen Ausblick auf das Gesamtjahr. Die Anleihe der Tochtergesellschaft AVW Grund AG wird am 1. Dezember pünktlich und ohne Probleme zurückgezahlt, wie er im Gespräch mit dem BOND MAGAZINE erläutert.

BOND MAGAZINE: Bitte erläutern Sie die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr.

Koch: Wir sind mit dem Verlauf des ersten Halbjahres 2014/2015 sehr zufrieden. Die getroffenen Maßnahmen der Vorquartale greifen wie geplant. Im ersten Halbjahr konnten wir die Umsatzerlöse um 13,9% auf 6,71 Mio. Euro steigern. Gleichzeitig ist es uns gelungen, das Betriebsergebnis überproportional um 45,5% auf 3,24 Mio. Euro zu steigern. Somit konnten wir seit dem Geschäftsjahr 2010/2011erstmals wieder ein positives Periodenergebnis erzielen.

BOND MAGAZINE: Wie ist der Stand Ihrer aktuellen Projekte?

Koch: Wir sind Projektentwickler. Der Zeitplan einzelner Projekte kann sich durch verschiedene Faktoren laufend verändern. Leider können wir diese Faktoren oft nicht beeinflussen. Durch eine fehlende Genehmigung, kann sich ein Projekt schnell um mehrere Monate verzögern. Diesen Fehler machen wir jetzt nicht mehr. Wir haben derzeit kein Projekt, dass sich im Zeitplan extrem verzögert. Bei unserer Planung sind wir aber sehr konservativ gewesen. Ich möchte jetzt nicht die einzelnen Projekte näher erläutern. Gehen Sie aber davon aus, dass wir unsere Gesamtjahresplanung auf jeden Fall erreichen werden.

BOND MAGAZINE: Werden die Wohnungen einzeln verkauft?

Koch: Beim Vertrieb der einzelnen Objekte gehen wir nicht immer gleich vor. Es gibt Objekte, die sich besser einzeln vertreiben lassen und es gibt Objekte, die sich nur für institutionelle Investoren eignen. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

BOND MAGAZINE: Sie haben für das Geschäftsjahr 2014/15 einen Vorsteuergewinn von 2,0 bis 3,0 Mio. Euro prognostiziert. Mit Blick auf die Halbjahreszahlen muss im zweiten Halbjahr der Großteil davon realisiert werden. Welche Projekte werden maßgeblich zum Ergebnis beitragen?

Koch: Wie schon eben erwähnt, möchte ich nicht auf einzelne Objekte eingehen. Alle in der Planung und der Pipeline berücksichtigten Projekte befinden sich im entsprechenden Stadium und werden wie geplant zum Ergebnis beitragen. Daher mache ich mir keine Sorgen, dass wir unsere Planung nicht erreichen werden. In unserer jüngsten Unternehmensmeldung haben wir ja auch kommuniziert, dass sich das Ergebnis tendenziell eher am oberen Ende der Spanne von 2,0 bis 3,0 Mio. Euro bewegen wird.

BOND MAGAZINE: Bei der Bestandhaltung war die Ergebnissituation in der Vergangenheit nicht immer befriedigend. Woran lag das?

Koch: In der Tat hat dieser Geschäftsbereich in der Vergangenheit nicht immer nur positive Beiträge zum Gesamtkonzernergebnis beigesteuert. Die Gründe dafür waren mannigfaltig. Auch hier konnten wir die Probleme lösen. Im Wesentlichen lieferten erfolgreiche Nachvermietungen einen hohen Beitrag zur Stabilisierung. Darüber hinaus konnten Finanzierungen zu deutlich günstigeren Konditionen abgeschlossen werden. Ebenso griff das Konzept der Nebenkostenreduktion. Auch hier stellten sich nennenswerte Einsparpotentiale ein. In den kommenden Quartalen sollte es uns gelingen, die Erträge weiter zu steigern.

BOND MAGAZINE: Wie ist Ihre aktuelle Finanzierungsstruktur?

Koch: Als Projektentwickler mit eigener Bestandshaltung sind wir immer sehr hoch fremdfinanziert. Klassisch werden die meisten Objekte bei uns von Banken finanziert. Hier profitieren wir vom aktuell sehr niedrigen Zinsniveau. Zudem verfügen wir über ein gutes Netzwerk vermögender Privatpersonen, die uns entsprechende Darlehen zur Verfügung stellen. Neben den klassischen Fremdfinanzierungen haben wir aber auch eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von rund 21,5 Mio. Euro emittiert, die Ende dieses Jahres zur Rückzahlung fällig wird.

BOND MAGAZINE: Die Anleihe der Tochtergesellschaft AVW Grund AG läuft bis 1. Dezember 2015 und notiert leicht unter 100%. Wie wird die Refinanzierung erfolgen?

Koch: Dass die Anleihe unter 100% notiert, kann ich nicht nachvollziehen. Wir werden die Mittel der Anleihe pünktlich, vollständig und ohne Probleme an die Anleihegläubiger zurückführen. Wir haben ja schließlich einige Jahre Zeit gehabt uns darauf einzustellen. Hier werden wir definitiv keine Probleme bekommen.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, www.fixed-income.org
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