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Continental hebt Umsatzprognose für das laufende Jahr an

Umsatz wächst nach drei Monaten um 14%auf 9,6 Mrd. Euro, Konzernergebnis steigt um 12% auf 657 Mio. Euro

Nach einem erfolgreichen Start ins neue Jahr hebt der Continental-Konzern seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr von etwa 38,5 auf mehr als 39 Milliarden Euro an. "Das erste Quartal hat gezeigt, dass wir schneller wachsen als die Märkte. Hinzu kommen positiv wirkende Währungskurseffekte. Wir gehen davon aus, dass sich diese positive Entwicklung fortsetzt. Zudem rechnen wir für das Gesamtjahr mit einer Entlastung in Höhe von rund 150 Millionen Euro aus der weiterhin stabilen Preisentwicklung für Kautschuke und dem gesunkenen Preis für Rohöl. Wir gehen deshalb davon aus, eine bereinigte EBIT-Marge von mehr als 10,5 Prozent im laufenden Jahr sicher erreichen zu können", sagte der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart am Donnerstag bei der Vorlage der Geschäftszahlen zum ersten Quartal.

Der Umsatz des internationalen Automobilzulieferers, Reifenherstellers und Industriepartners stieg im ersten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro. Gleichzeitig wuchs das Konzernergebnis, das den Anteilseignern zugerechnet wird, um 12 Prozent auf 657 Millionen Euro. Damit stieg das Ergebnis pro Aktie auf 3,28 Euro nach 2,94 Euro im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich zum 31. März im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Prozent auf 978 Millionen Euro. Dies entspricht einer Marge von 10,2 Prozent nach 10,8 Prozent im Vorjahr. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,4 Prozent auf mehr als 1 Milliarde Euro. Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 11,4 Prozent und damit auf dem Niveau der ersten drei Monate des Vorjahres.

Continental knüpfte zudem an die Cashflow-Stärke des vergangenen Geschäftsjahres nahtlos an. "Der Free Cashflow vor Akquisitionen legte im Vergleich zum Vorjahr um 237 Millionen Euro auf 318 Millionen Euro deutlich zu. Unter Berücksichtigung des im Januar vollzogenen Kaufs von Veyance Technologies belief sich der Free Cashflow auf -271 Millionen Euro. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir im Gesamtjahr einen Free Cashflow vor Akquisitionen von mindestens 1,5 Milliarden Euro erreichen", sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer.

Die Netto-Finanzschulden des Continental-Konzerns betrugen am Ende des ersten Quartals 4,1 Milliarden Euro. Das sind 144 Millionen Euro weniger als am Ende des Vorjahresquartals. Im Zusammenhang mit dem vollzogenen Veyance-Kauf stiegen die Netto-Finanzschulden im Vergleich zum Jahresende 2014 um rund 1,3 Milliarden Euro. Der Verschuldungsgrad, die Gearing Ratio, lag Ende März 2015 bei 33,5 Prozent.

Zum 31. März 2015 verfügte Continental über ein Liquiditätspolster von rund 6,7 Milliarden Euro, davon rund 2,4 Milliarden Euro an flüssigen Mitteln sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien von rund 4,3 Milliarden Euro.

Der Zinsaufwand ging in den ersten drei Monaten 2015 um 23 Millionen Euro auf 84 Millionen Euro zurück. Das negative Zinsergebnis reduzierte sich um 24 Millionen Euro auf 56 Millionen Euro.

In den ersten drei Monaten investierte Continental insgesamt 357 Millionen Euro in Sachanlagen und Software. Damit beträgt die Investitionsquote 3,7 Prozent nach 4,1 Prozent im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Continental erhöhte den Aufwand für Forschung und Entwicklung im Vergleich zum ersten Quartal 2014 um 18,2 Prozent auf 643 Millionen Euro. Dies entspricht einer Quote von 6,7 Prozent des Umsatzes nach 6,5 Prozent vor einem Jahr.

Zum Ende des ersten Quartals beschäftigte Continental 202.496 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies entspricht einem Anstieg von mehr als 13.300 Beschäftigten im Vergleich zum Jahresende 2014. Grund dafür ist vor allem die Akquisition von Veyance Technologies sowie der weitere Ausbau von Produktionskapazitäten, Vertriebskanälen und des Bereichs Forschung und Entwicklung.

Die Automotive Group erwirtschaftete in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Umsatz von 5,9 Milliarden Euro. Die bereinigte EBIT-Marge lag mit 8,7 Prozent über dem Vorjahresniveau von 8,3 Prozent.

Die Rubber Group erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von knapp 3,7 Milliarden Euro und konnte die bereinigte EBIT-Marge bei 17,0 Prozent vom Umsatz auf Vorjahresniveau stabilisieren.

Continental entwickelt intelligente Technologien für die Mobilität der Menschen und ihrer Güter. Als zuverlässiger Partner bietet der internationale Automobilzulieferer, Reifenhersteller und Industriepartner nachhaltige, sichere, komfortable, individuelle und erschwingliche Lösungen. Der Konzern erzielte 2014 mit seinen fünf Divisionen Chassis & Safety, Interior, Powertrain, Reifen und ContiTech einen Umsatz von rund 34,5 Milliarden Euro und beschäftigt aktuell rund 200.000 Mitarbeiter in 53 Ländern.


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