YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

DWS: Tequila ohne Kater

Mexiko im Rampenlicht: Trotz Bedenken im Vorfeld der US-Wahlen legte der Peso seit den Wahlen zu und lokale Anleihen glänzten. Was steckt hinter dieser Robustheit?

Grafik: Stabile Inflation ließ der Banxico Spielraum für frühe Zinssenkungen

Im März 1993 hatte Mexiko ein Problem. Und zwar nicht – oder zumindest noch nicht – das, was heute mit der Tequila-Krise von 1994 verbunden wird. Kurz gesagt: Internationale Anleger waren deutlich mehr vom Land und seinen Vermögensgütern begeistert, als es die zaghaften Fortschritte der Realwirtschaft rechtfertigten.

Ein hochrangiger mexikanischer Beamter zeigte sich ratlos über die plötzliche Verbesserung der Stimmung seit 1990, als Mexiko praktisch vom internationalen Kapitalmarkt abgeschnitten war: „So schlecht waren wir nie, aber so gut sind wir jetzt auch nicht.“

Nun wiederholt sich Geschichte zwar nicht, aber mitunter reimt sie sich in charmanter Weise. Im Dezember 1994 verloren Investoren abrupt die Geduld. Vor den US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2024 fürchteten viele, dass das Ergebnis ähnliche Dynamiken auslösen könnte. Doch nach den Wahlen legte der Peso zu, und mexikanische Lokalwährungsanleihen gehörten zu den renditestärksten weltweit seit Jahresbeginn. Bislang scheint sich Mexikos Wirtschaft 2025 als bemerkenswert widerstandsfähig zu erweisen – trotz zunehmender globaler Gegenwinde.

Die mexikanische Zentralbank Banxico hat sich längst als Inflationsbekämpferin bewährt. Als die Preise nach der Pandemie stiegen, reagierte sie schnell. Wie unser „Chart der Woche“ zeigt, konnte Banxico deshalb früh mit Zinssenkungen beginnen. Unserer Ansicht nach ist Mexikos Widerstandskraft kein Zufall, sondern das Ergebnis der bitteren Lektionen aus den Krisen der 1980er- und 1990er-Jahre. Das Land hat sich von Dollarschulden verabschiedet und finanziert sich zunehmend in lokaler Währung. Ein flexibler Wechselkurs und eine unabhängige Zentralbank können als Puffer wirken, wenn Investoren nervös werden. So könnte die Wirtschaft weniger anfällig für externe Schocks sein.

Natürlich bleiben Risiken. Die Inflation erweist sich als hartnäckig, die Haushaltskonsolidierung bleibt ein laufender Prozess – und das ist nur eine von mehreren offenen Reformbaustellen. Finanzielle Ansteckungseffekte und die USMCA-Überprüfung 2026 könnten ebenfalls für Turbulenzen sorgen. Mexikos tiefe Integration in den nordamerikanischen Handel hat sich zum zweischneidigen Schwert entwickelt, abhängig von der sich wandelnden politischen Dynamik in den USA.

Doch diese Logik gilt auch umgekehrt – zumindest für Wechselkurse und Märkte insgesamt. „Meiner Meinung nach war die Stärke des Pesos kein Zufall – sie spiegelt Jahrzehnte an Reformen und den Wechsel zu Lokalwährungsfinanzierung wider, der scheinbar die Spielregeln für Schwellenländer-Investoren verändert hat“, sagt Xueming Song, Währungsstratege bei DWS. „Aber sie wurde auch durch Zweifel am US-Dollar und die drohende Aushöhlung der Unabhängigkeit der US-Notenbank begünstigt.“

www.fixed-income.org 


 

Investment

Tilmann Galler sieht Chancen durch Investitionsprogramme und Zinssenkungen, warnt aber vor Bewertungsrisiken und Technologie-Übertreibungen

Das Jahr 2026 wird nach Ein­schätzung von Tilmann Galler, Kapital­markt­stratege bei J.P. Morgan Asset Manage­ment, von einem seltenen Gleich­lauf aus…
Weiterlesen
Investment

von Adam Whitely, Leiter Global Credit bei Insight Investment:

Die Speku­lationen über eine mög­liche Aktien­markt­blase bei Unter­nehmen, die KI-Dienst­leistungen anbieten, nehmen zu. Einige Beobachter…
Weiterlesen
Investment

von Alex Veroude, Lucas Klein und Seth Meyer, Janus Henderson Investors

Der gewagte Schritt der USA, Präsident Maduro aus Vene­zuela zu entführen, damit er sich in den USA vor Gericht verant­worten muss, hat die Welt…
Weiterlesen
Investment
Die Renten­märkte treten in eine neue Phase ein: Während die US-Zins­kurve auch 2026 eine weitere Verstei­lerung erleben könnte, sollte Europa…
Weiterlesen
Investment
Die Fest­nahme des venezo­la­nischen Präsi­denten Maduro durch die USA kom­mentiert Stephen Dover, Leiter des Franklin Templ­eton Institute: Am frühen…
Weiterlesen
Investment

von Howard Woodward, Portfoliomanager bei T. Rowe Price

Vor dem Hinter­grund der Befürch­tungen einer KI-Blase, hoher Haus­halts­defizite, einer schwachen Wirt­schaft in der Euro­zone und anhal­tender…
Weiterlesen
Investment

von Önder Çiftçi, CEO der Ophirum Group

Nachdem Gold in den vergan­genen Jahren etliche andere Anlage­klassen bei der Rendite deutlich über­troffen hat, startete 2025 Silber eine rasante…
Weiterlesen
Investment

von Mohammed Elmi, Senior Portfolio Manager bei Federated Hermes

Zölle werden zweifel­los langfristige Auswir­kungen auf die globalen Kapital- und Handels­ströme in Schwellen­ländern haben. Vor dem Beitritt Chinas…
Weiterlesen
Investment

von Bent Lystbaek, Jacob Ellinge Nielsen, Thomas Haugaard und Sorin Pirău, Portfoliomanager, Janus Henderson Investors

Die globale Markt­stimmung für Anfang 2026 baut auf dem starken Funda­ment des Jahres 2025 auf. Dieses war geprägt von einer robusten Perfor­mance von…
Weiterlesen
Investment
Schwellen­länder werden den Industrie­nationen immer ähnlicher. Im kom­menden Jahr wird sich diese Konver­genz fort­setzen, erwarten die beiden…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!