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Ekosem-Agrar fährt Rekordernte ein und gibt Ausblick

Die Ekosem-Agrar GmbH, deutsche Holdinggesellschaft der auf Milchproduktion in Russland ausgerichteten Unternehmensgruppe Ekoniva, hat die Landwirtschaftssaison 2012/2013 mit einer Rekordernte abgeschlossen. Wolfgang Bläsi, Geschäftsführer und CFO der Ekosem-Agrar GmbH: „Aufgrund der guten Ernte, der starken Milchleistung und des hohen Milchpreises werden wir im laufenden Jahr wie angekündigt unsere Gesamtleistung und Ergebnis im Vergleich zu 2012 steigern.“ Damit erntet die Unternehmensgruppe mehr und mehr die Früchte der Investitionen in Ackerland, Stallanlagen und Milchkuherde der vergangenen Jahre.

Mit den Erträgen der Ernte 2013 ist die Unternehmensführung sehr zufrieden. Die zwischenzeitliche Verzögerung der Ernte aufgrund hoher Niederschläge hat die Mengen nicht beeinträchtigt. So wurden 200.000 Tonnen (t) Getreide (Vorjahr: 130.000 t) und 624.500 t Futter eingefahren (Vorjahr: 385.000 t). Damit ist die Versorgung der Herde bis in das Jahr 2015 hinein sichergestellt. Bei den zum Verkauf bestimmten Kulturen wurden unter anderem 71.000 t Weizen (4,4 t je Hektar), 73.000 t Körnermais (8,2 t je Hektar) und 149.500 t Zuckerrüben (51,0 t je Hektar) geerntet. Das Preisniveau war in den vergangenen Monaten zufriedenstellend – aktuell ziehen die Preise wieder deutlich an.

Stefan Dürr, Geschäftsführer und Hauptgesellschafter der Ekosem-Agrar GmbH: „Derzeit liegt unser Fokus auf dem Flächenwachstum. Für die Zukunft gibt es noch erhebliches Effizienzsteigerungspotenzial.“ Übernommene Flächen und Betriebe bringen in der Regel zu Beginn niedrigere Ernten je Hektar. Das Potenzial verdeutlicht der Standort in Kursk. Dort werden seit Jahren konstant rund 10.000 Hektar bewirtschaftet und die Erträge sind deutlich über dem Durchschnitt der Unternehmensgruppe. In Kursk wurden über 7,5 t je Hektar Winterweizen und nahezu 10 t Körnermais je Hektar eingefahren.

Durch das integrierte Geschäftsmodell mit eigenem Futteranbau ist die geplante Erhöhung der Milchproduktion, das Kerngeschäft der Unternehmensgruppe, bis 2015 gut planbar. Im laufenden Jahr soll die Milchproduktion von 84.100 t um rund 45 % auf mehr als 120.000 t deutlich zulegen – Ende Oktober waren es bereits 100.000 t. Die tägliche Milchleistung liegt derzeit bei über 350 t.

Seit Anfang 2013 ist Ekoniva der größte Rohmilchproduzent in Russland und baut seine Marktstellung weiter aus. Aktuell stehen über 19.000 Milchkühe (Dezember 2012: 15.500) in den Ställen der Unternehmensgruppe. Bis 2015 soll die Herde auf 28.000 Tiere vergrößert werden. Im selben Zeitraum soll die landwirtschaftliche Nutzfläche auf mehr als 250.000 Hektar erweitert werden (aktuell ca. 196.000 Hektar).

Stefan Dürr: „Die Rahmenbedingungen für profitables Wachstum sind weiterhin hervorragend. Auf der einen Seite ist der russische Milchmarkt deutlich unterversorgt und der Milchpreis mit 19,5 Rubel (rund 44 Cent) je Liter entsprechend hoch. Auf der anderen Seite können wir Ackerland, insbesondere unter Berücksichtigung der Qualität, im weltweiten Vergleich günstig kaufen.“ Derzeit werden in Russland jährlich etwa acht Millionen Tonnen mehr Milch und Milchprodukte verbraucht als produziert. Dies entspricht der Leistung von einer Millionen Milchkühe und einem Investitionsvolumen von acht Milliarden Euro. Das Fazit: An der Unterversorgung wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern. Insbesondere, weil die Gesamtproduktion in Russland weiter rückläufig ist. Im laufenden Jahr werden in kommerziellen Betrieben voraussichtlich nahezu 1 Mio. Tonnen Milch weniger produziert als in 2012.


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