YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige

Energiekrise sorgt für Dividendenrekord in einem dritten Quartal

Steigende Ausschüttungen im Ölsektor trieben weltweite Dividenden auf 415,9 Mrd. US-Dollar, ein Rekord für ein drittes Quartal; das bereinigte Wachstum betrug 10,3%

Laut dem aktuellen Janus Henderson Global Dividend Index sorgte die Energiekrise für einen starken Anstieg der Dividenden im dritten Quartal, da die Ölgesellschaften Rekordgewinne an ihre Aktionäre ausschütteten. Die weltweiten Gesamtausschüttungen stiegen um 7,0% auf 415,9 Mrd. US-Dollar und erreichten damit einen neuen Rekord für ein drittes Quartal. Unter Berücksichtigung der US-Dollar-Stärke und anderer Faktoren lag der bereinigte Anstieg bei 10,3%. Weltweit erhöhten 90% der Unternehmen ihre Dividenden oder hielten sie konstant. Dies liegt leicht unter den 94%, die in der ersten Jahreshälfte verzeichnet wurden. „Bei den europäischen Unternehmen in unserem Index erhöhten zwar insgesamt 96% ihre Dividenden oder hielten sie konstant, aber da in Europa die Dividenden schwerpunktmäßig im zweiten Quartal ausgeschüttet werden, ist hier das dritte Quartal saisonbedingt viel schwächer und beschränkt sich auf einige wenige Sektoren und Länder. So zahlt normalerweise kein deutsches Unternehmen in unserem Index in diesem Zeitraum eine Dividende“, sagt Marc Theis, Sales Director, Germany & Austria bei Janus Henderson. Für das Gesamtjahr 2022 ist er zuversichtlich: „Wir erwarten auch in Deutschland eine Steigerung der Ausschüttungen insgesamt.“

Steigende Öldividenden kompensieren Einbruch der Bergbauausschüttungen

Globale Sektortrends sind derzeit tonangebend. So waren die Öl- und Gasproduzenten die größten Wachstumstreiber im dritten Quartal. Sie steigerten ihre Gesamtdividenden im Vergleich zum Vorjahr um drei Viertel auf einen Rekordbetrag von 46,4 Mrd. US-Dollar. Weltweit haben die Ölgesellschaften ihre Ausschüttungen erhöht, und zwar größtenteils durch Sonderdividenden und nicht durch eine Erhöhung der regulären Zahlungen. Besonders stark fielen die Öldividenden in den Emerging Markets, Asien und Nordamerika aus, wobei die größte Erhöhung von Petrobras in Brasilien kam. Ohne den positiven Einfluss dieses Sektors wäre der Gesamtbetrag im dritten Quartal in etwa gleich geblieben. Der Anstieg im Ölsektor entsprach genau dem Einbruch im Bergbausektor. Hier kürzen die Unternehmen als Reaktion auf die niedrigeren Rohstoffpreise ihre Dividenden nach den jüngsten Rekordwerten, wovon vor allem Australien betroffen ist. Zuwächse gab es in fast allen anderen Sektoren, vor allem im Verkehr (einschließlich Schifffahrt), bei Banken, Halbleitern und Chemie.

Taiwan und die USA trugen am deutlichsten zum Wachstum bei, während China enttäuschte und Australien Rückgänge verzeichnete

Aus geografischer Sicht trugen Taiwan, die USA, Hongkong und Kanada am stärksten zum Wachstum bei. Energie- und Finanzwerte waren für die drei letztgenannten Länder ausschlaggebend, aber in Taiwan zeigte sich eine außergewöhnliche Stärke in zahlreichen Branchen. Das dritte Quartal ist saisonbedingt sehr wichtig für chinesische Dividenden. Hier blieb das bereinigte Wachstum der Ausschüttungen hinter dem der anderen Länder zurück (+6,7%), und ein Drittel der Unternehmen in unserem Index kürzte die Dividenden – der chinesische Immobiliensektor, der von einem starken Abschwung betroffen war, war ein besonderer Verlustfaktor.

Prognose angehoben

Das erfreuliche dritte Quartal hat Janus Henderson dazu veranlasst, seine Gesamtjahresprognose um 30 Mrd. US-Dollar zu erhöhen. Dies ist vor allem auf höhere einmalige Sonderdividenden sowie auf die starke Entwicklung im Ölsektor und in Asien zurückzuführen. Janus Henderson rechnet nun mit Gesamtdividenden in Höhe von 1,56 Billionen US-Dollar, 8,3% mehr als im Vorjahr. Das bereinigte Wachstum wird voraussichtlich 8,9% betragen, was einem Anstieg von 0,4 Prozentpunkten gegenüber den Erwartungen von Janus Henderson vor drei Monaten entspricht und immer noch deutlich über dem langfristigen Dividendenwachstumstrend von 5-6% liegt.

Jane Shoemake, Client Portfolio Manager for Global Equity Income, sagt: „Der sprunghafte Anstieg der Öldividenden fiel mit Kürzungen bei den Bergbauunternehmen zusammen, wobei die Ausschüttungen in diesem Sektor im historischen Vergleich immer noch sehr hoch sind. Wie andere Rohstoffe sind auch die Energiepreise zyklisch, und der Ölpreis liegt bereits unter dem zu Jahresbeginn erreichten Niveau. Es ist also unwahrscheinlich, dass die derzeitige außergewöhnliche Höhe der Ausschüttungen von Dauer ist.“

„Ab 2023 wird sich das langsamere globale Wirtschaftswachstum wahrscheinlich auf die Gewinne und die Möglichkeit einiger Unternehmen, ihre Ausschüttungen zu erhöhen, auswirken. Die Dividendendeckung, also das Verhältnis zwischen den Gewinnen eines Unternehmens und seinen Dividenden, liegt jedoch nahe historischer Höchststände. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Profitabilität derzeit hoch ist und gleichzeitig die Pandemie viele Unternehmen dazu veranlasst hat, ihre Dividenden auf ein nachhaltigeres Niveau anzuheben. Selbst wenn die Gewinne 2023 unter Druck geraten, könnte dies eine gewisse Unterstützung bieten. Entscheidend ist, dass die Dividenden über den Konjunkturzyklus hinweg viel weniger schwanken als die Gewinne, da die Unternehmen bestrebt sind, ein nachhaltiges Renditeniveau für ihre Anleger aufrechtzuerhalten.“

www.fixed-income.org
Foto: Jane Shoemake © Janus Henderson


 

Investment
Lowie Debou, Fonds­manager bei DPAM, beurteilt die Ent­wicklung von Preisen und Inflations­er­wartungen infolge des Iran­konflikts: 1.  „Unmittelbar…
Weiterlesen
Investment
Infolge des Iran­kriegs erwartete die Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) bereits im April einen Inflationsschock und weitere…
Weiterlesen
Investment

von Jan Felix Glöckner, Senior Investment Specialist bei Insight Investment

Auch wenn derzeit ein brüchiger Waffen­still­stand herrscht, gibt es keine ein­deutigen oder unmittel­baren Anzeichen für eine Beilegung des Konflikts…
Weiterlesen
Investment

Anteil von US-Treasuries sinkt um mehr als 10%, alle anderen 9 der Top 10-Emittenten steigen teils sehr deutlich

Institu­tionelle Anleger inves­tieren weiter weltweit in Staats­anleihen und legen einen starken Fokus auf Europa und die USA. Das Volumen ist im 1.…
Weiterlesen
Investment

von Vincent Nobel, Head of European Real Estate Debt bei Federated Hermes

Immobilien­kredite haben in einem Umfeld dauerhaft höherer Zinsen wieder an Attrak­tivität gewonnen. Allerdings greift die reine Betrach­tung des…
Weiterlesen
Investment

Volatile Kerosinbestände in Europa sind ein Warnsignal dafür, wie ein anhaltender Schock in der Straße von Hormus Lieferketten insgesamt unter Druck…

„Gibt es jeman­den an Bord, der ein Flug­zeug fliegen kann?“ Diese Frage aus dem Film­klassiker Airplane! wirkt heute wieder einmal unheim­lich…
Weiterlesen
Investment

von Michael Ganske, Portfolio Specialist bei T. Rowe Price

Die jüngste Volatilität bei Schwellen­länder­anleihen hat für Anleger attrak­tivere Anlage­chancen geschaffen, anstatt auf eine Ver­änderung der…
Weiterlesen
Investment

von Ben Wallace und Luke Newman, Portfolio Manager, Janus Henderson Investors

KI wird stark vom geo­poli­tischen Wett­bewerb geprägt. Insbe­sondere die Span­nungen zwischen den USA und China sind zu einem prägen­den Merkmal der…
Weiterlesen
Investment
Für die Finanz­märkte waren die letzten Wochen turbulent. Gold und Silber bildeten da keine Aus­nahme. Nach einem sehr starken Jahr 2025 erreichte der…
Weiterlesen
Investment
Bereits einge­preiste Risiken ebnen derzeit den Weg für attraktive Real­renditen auf dem Anleihen­markt. Diese Meinung vertritt Michael Weidner,…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!