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Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management: Niedrigzinsumfeld hat das deutsche Sparverhalten wenig beeinflusst

Die Hälfte der Deutschen spart einfach weiter wie bisher

Obwohl das Niedrigzinsumfeld nun schon ein Jahrzehnt anhält, hat dies wenig Auswirkungen auf das Spar- und Anlageverhalten eines Großteils der Deutschen: Laut aktuellem Income-Barometer sparen 53 Prozent der Befragten trotz anhaltend niedriger Zinsen „gleich viel“ – machen also weiter, wie bisher. Lediglich ein Prozent der Deutschen legt als Reaktion darauf mehr Geld zurück. Mit 22 Prozent resigniert fast jeder Vierte angesichts der mageren Erträge und spart weniger. Eine Alternative in Form von ertragstärkeren Investmentprodukten haben nur 5 Prozent der Befragten gesucht: „Es ist erstaunlich, dass zwei Drittel der Deutschen mit ihren Sparerträgen unzufrieden sind und trotzdem ihr Anlageverhalten in der letzten Dekade nicht verändert haben“, unterstreicht Christoph Bergweiler, Leiter Deutschland, Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland bei J.P. Morgan Asset Management. Zumal sich ein Großteil der Befragten des Income-Barometers sehr wohl bewusst sei, dass sich kurzfristig am Zinsumfeld nicht viel ändern dürfte.

Ausweg aus dem Dilemma
Analog zu anderen Fragen des Income-Barometers zeigt sich, dass viele Deutsche das Thema Finanzen und Geldanlage für wenig relevant erachten. So gaben 19 Prozent der Befragten an, nicht zu wissen, ob sie ihr Anlageverhalten an die niedrigen Zinsen angepasst haben. Angesichts dieser Verunsicherung der Sparer sieht Christoph Bergweiler finanzielle Bildung und seriöse Anlageberatung als essenziell an. „Wer die Augen vor der Realität verschließt und meint, weiterhin mit vermeintlich sicheren Sparanlagen den niedrigen Zinsen trotzen zu können, sieht tatenlos zu, wie sein Erpartes immer weniger wird“, führt er aus und betont, dass es notwendig ist, etwas mehr Risiko bei der Geldanlage einzugehen, um heute noch ein attraktives Ertragsniveau zu erreichen. „Mit etwas mehr Wissen über die Kapitalmärkte und die Wirkungsweise von Streuung des Risikos, Zinseszinseffekt oder die langfristige Aushebelung der Volatilität, sollte der Schritt vom Sparer zum Anleger möglich sein. Eine einfache, flexible und bequeme Lösung – nicht nur für Anlageeinsteiger – bieten breit gestreute Mischfonds, die dazu beitragen können, regelmäßige Erträge zu generieren und gleichzeitig Schwankungen und Risiken zu minimieren. Bereits mit kleinen Einzahlungen, beispielsweise im Rahmen von Sparplänen, sind somit ganz einfach erste Schritte bei der Wertpapieranlage möglich", erläutert Bergweiler.

Er verweist darauf, dass Fondsanleger im Rahmen eines Sparplans vom so genannten Cost-Average-Effekt, auch Durchschnittskosteneffekt genannt, profitieren. Da die Geldanlage über einen längeren Zeitraum erfolgt, verteilt sich das Risiko, denn bei fallenden Kursen werden mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger Anteile erworben. „Durch diese Vorgehensweise lässt sich das Problem des ‚Market-Timings‘, also des richtigen Einstiegszeitpunktes, vermeiden und für die Fondsanleger werden die gefürchteten Markt­schwankungen noch weniger relevant“, so Bergweilers Fazit.

Zum Income-Barometer 2018 von J.P. Morgan Asset Management
Das Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management basiert auf einer repräsentativen Befragung durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) unter 2.097 deutschen Frauen und Männern ab 18 Jahren. Insgesamt wurden im März und April 2018 8.198 Privatanleger in Belgien, Deutschland, Großbritannien, Italien, Österreich und Spanien befragt. Die Studie erfasst das aktuelle Spar- und Anlageverhalten der Privatanleger sowie Aspekte wie ihre Zufriedenheit mit verschiedenen Anlageformen, ihren Anlagehorizont, ihre Risikobereitschaft sowie ihre Einstellung zu und Wissen über Zinsen, Fondslösungen und regelmäßige Erträge („Income“).

https://www.fixed-income.org/
(Foto: Christoph Bergweiler © J.P. Morgan Asset Management)


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