YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige

ING IM Houseviews: The Sound of Silence - Die Weltwirtschaft ist labil und die Eurokrise könnte jederzeit mit neuen unangenehmen Überraschungen aufwarten

Von Eric Siegloff, Global Head, Strategy & TAA Group, und Valentijn van Nieuwenhuijzen, Head of Strategy, ING Investment Management

An den Finanzmärkten war es in den vergangenen beiden Wochen ungewöhnlich ruhig. Das Handelsvolumen ist überwiegend stärker als die Kurzfristzinsen gefallen und trotz wenig konkreter Maßnahmen vonseiten der Politiker sind die Euro-Sorgen abgeklungen. Gleichzeitig scheint die globale Wirtschaftstätigkeit etwas ins Stocken geraten zu sein. Doch zumindest lässt ihr Tempo nicht weiter nach; entsprechend erhoffen sich die Märkte bereits eine leichte Erholung zur zweiten Jahreshälfte.

Die gegenwärtige Flaute bei Konjunktur und Markt wird zwar nicht von Dauer sein, aber wie es weitergeht, ist völlig ungewiss. Wir sind vorsichtig optimistisch, dass es bald wieder aufwärts gehen wird. Andererseits bedarf es meist nur weniger Stolpersteine, um im ereignisreichen Monat September erneute Negativimpulse anzustoßen. Doch eine Abwärtsbewegung könnte nur dann von Dauer sein, wenn sich die Makrodaten abschwächen und das Gerangel auf politischer Ebene zunimmt. Nach unserer Einschätzung deutet die Risikobilanz für das dritte Quartal jedoch auf eine Aufwärtsentwicklung hin: So befindet sich die Endnachfrage außerhalb Europas (soll heißen: in den USA, China und Brasilien) bereits wieder im Aufwind und der – wenn auch ungeschickt kommunizierte – politische Wille, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, scheint gestiegen zu sein.

--------------------------------------------------------
Veranstaltungshinweis:
Unternehmer-Workshop „Unternehmensanleihen - Finanzierungsalternative für den Mittelstand“
am 19.09. in Frankfurt
www.bond-conference.com
--------------------------------------------------------

Gleichwohl sollten wir uns nicht in Sicherheit wiegen: Die Weltwirtschaft ist labil und die Eurokrise könnte jederzeit mit neuen unangenehmen Überraschungen aufwarten. Das heißt: Wir müssen flexibel bleiben, damit wir uns erforderlichenfalls einer veränderten Marktsituation anpassen können.

Bis auf Weiteres halten wir an unserer moderaten Übergewichtung von Immobilien fest. Diese Asset-Klasse profitiert derzeit von der Nachfrage nach Anlagen, die Erträge abwerfen, niedrigen Staatsanleiherenditen und einem mäßigen Risikoappetit an den Märkten. Bei Aktien und Rohstoffen bleiben wir vorerst neutral. Beide Anlageformen sind unter Druck geraten, da die Aussichten auf eine Stärkung der Wachstumsdynamik bislang zu niedrig sind, auch wenn sich bereits positivere Impulse im Hinblick auf konjunkturellen Schwung und Anlegerstimmung abzeichnen.

Bei Staatsanleihen sind wir zu einer leichten Untergewichtung übergegangen, da die Dynamik in dieser Asset-Klasse sich offenbar verlagert. Hinzu kommen eine weniger günstige Inflationsentwicklung und ein Ausbleiben positiver Überraschungen. Überdies hat der jüngste Aufwärtstrend eine weitaus breitere Basis als der vorübergehende Renditeanstieg im Juni. Es handelt sich hierbei allerdings um eine taktische Position. Sie sollte nicht als Indiz auf ein Ende des Niedrigzinsumfelds gewertet werden.

Festverzinsliche

Wir bleiben zwar allgemein bei unserer Übergewichtung von Spread-Produkten, haben jedoch unsere Intra-Spread-Präferenzen angepasst, da die intensivierte Jagd nach guten Renditen und das Abklingen der Eurokrisenängste für die europäischen Unternehmensanleihemärkte günstig sind. Seit fast zwei Jahren übertreffen Schwellenländeranleihen auf risikoadjustierter Basis nahezu alle anderen Spread-Produkte. Das scheint sich jetzt jedoch zu ändern.

Aktien

Die Politik bleibt der treibende Faktor an den Aktienmärkten. Daneben gibt es erste Hinweise auf freundlichere Economic-Surprise-Indizes und eine positive Ertragsdynamik. Zusammen mit niedrigen Bewertungen und einer weiterhin vorsichtigen Positionierung könnte das die Aktienmärkte stützen. Die defensiven Sektoren geben nicht mehr länger den Ton an: In den zyklischeren Marktsegmenten machen sich erste Hinweise auf eine Erholung bemerkbar.

Immobilien

Wir bleiben bei unserer moderaten Übergewichtung von Immobilien. Die entscheidenden Faktoren sind hier das positive Echo auf die jüngsten wirtschaftspolitischen Verlautbarungen in Europa, niedrige Renditen und Marktdynamik. Günstig sind zudem die positiven Meldungen vom US-Wohnimmobilienmarkt. Innerhalb dieser Anlageform favorisieren wir den japanischen Markt wegen seiner attraktiven Bewertungen und einer günstigeren innenpolitischen Ausrichtung.

Rohstoffe

Bei Rohstoffen bleiben wir neutral. Politisch ist die Stimmung in Europa jetzt spürbar freundlicher; in China ist die Talsohle wohl erreicht. Ferner führen Extremwetter in vielen Teilen der Welt und die daraus resultierenden Lieferengpässe im Landwirtschaftssektor zu gewissen Aufwärtsrisiken. Doch fehlt es diesen Dynamiken an Solidität. Eine Übergewichtung von Rohstoffen wäre daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfrüht.


Investment

von April LaRusse, Leiterin Investment Specialists bei Insight Investment

Viele Anleger gehen davon aus, dass aktive Manager selten ihre Bench­marks über­treffen, und übertragen diese Über­zeugung oft auf alle…
Weiterlesen
Investment

von Noah Barrett, Research Analyst, Janus Henderson Investors

Aufgrund des Beginns einer möglicher­weise anhal­tenden gemein­samen Luft­offensive der USA und Israels gegen den Iran müssen sich Inves­toren erneut…
Weiterlesen
Investment

Allianz erwirbt eine 50%ige Beteiligung an elf Batteriespeicherprojekten, die sich derzeit in Deutschland im Bau befinden

Allianz Global Investors (AllianzGI) hat im Namen der Allianz Ver­sicherungs­gesell­schaften und des Allianz Europä­ischen Infra­struktur­fonds II…
Weiterlesen
Investment

von Michael Hünseler, Chief Investment Officer, LBBW AM

Die Eskalation im USA-Iran-Konflikt ist derzeit das domi­nierende Thema an den Finanz­märkten. Wir sehen dabei insge­samt plausible und konsis­tente…
Weiterlesen
Investment

Der australische Dollar hat derzeit eine breite Palette geldpolitischer, wirtschaftlicher und politischer Faktoren auf seiner Seite

Der austra­lische Dollar (AUD) ist mit viel Momen­tum ins Jahr 2026 gestartet. Seit Jahres­beginn belegt der AUD den ersten Platz in der…
Weiterlesen
Investment

von Jacob Vijverberg, Head of Asset Allocation bei Aegon Asset Management

Die anhal­tenden Militär­ak­tionen der USA und Israels gegen den Iran haben zu erheb­licher Unsicher­heit auf den globalen Finanz­märkten geführt. Die…
Weiterlesen
Investment
In der Nacht vom 27. auf den 28. Februar starteten die Ver­einigten Staaten und Israel im Rahmen der „Operation Epic Fury” koordi­nierte Luft­angriffe…
Weiterlesen
Investment

Rückzahlungen kommen nicht bei Verbraucher an

Vor einer Woche hat der Supreme Court die von Trump auf Basis des Not­stand­ge­setzes von 1977 erlassenen Zölle für ungültig erklärt, Trump hat…
Weiterlesen
Investment

Starke Abwertung des US-Dollars drückt durchschnittliche Rendite auf 1,99%

Liquid Alter­natives haben 2025 ihr Come­back bestätigt: Nach erst­mals wieder positiven Zuflüssen Ende 2024 verzeich­nete das Segment im…
Weiterlesen
Investment

von Arthur Homo, Head of Buy Side Fixed Income Research von DPAM

In den kommenden 24 Monaten dürften die Funda­mental­daten zählen: Angebot und Nachfrage, Preis­setzungs­macht, Kosten­disziplin und Bilanz­stärke.…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!