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„Insgesamt sprechen wir über einen Finanzierungsrahmen im unteren dreistelligen Millionenvolumen“

Interview mit Siegfried Hofreiter, Vorstandsvorsitzender der KTG Agrar SE

Die KTG Agrar SE hat den Einstieg des chinesischen Konzerns Fosun angekündigt. Im Gespräch mit dem BOND MAGAZINE erläutert CEO Siegfried Hofreiter die Hintergründe und Auswirkungen auf die emittierten Anleihen.

BOND MAGAZINE: Welche Erwartungen haben sie an den Einstieg von Fosun?

Hofreiter: Mit Fosun erhalten wir den idealen strategischen Partner. Er wird zweiter wichtiger Ankeraktionär, unterstützt uns bei der Refinanzierung zu günstigeren Konditionen und treibt unser operatives Geschäft voran. Letzteres ist sicher entscheidend und hat am Ende den Ausschlag gegeben. Gemeinsam mit Fosun haben wir die Chance, in wenigen Jahren einen Markt mit riesigem Potenzial zu erschließen.

BOND MAGAZINE: Fosun wird sie bei der Refinanzierung unterstützen. Können sie dies etwas genauer erläutern?

Hofreiter: Wir haben bereits eine erste Zusage in Höhe von 50 Mio. Euro zu einem attraktiven Zinssatz. Insgesamt sprechen wir über einen Finanzierungsrahmen im unteren dreistelligen Millionenvolumen. Damit wäre die Refinanzierung unserer im September 2017 gesichert. Die Reduzierung der Zinsaufwendungen würde zudem unseren Jahresüberschuss entsprechend positiv beeinflussen.

BOND MAGAZINE: Wollen Sie die Anleihe 2011/2017 vorzeitig kündigen und umfinanzieren?

Hofreiter: Wir haben die Möglichkeit die Anleihe zum Zinszahlungstermin im Juni 2016 zurück zu zahlen. Ob wir diese Option ziehen, werden wir in den kommenden Monaten gemeinsam mit unserem Partner prüfen.

BOND MAGAZINE: Können Sie die Absatzstrategie in China etwas konkretisieren? Ist KTG heute schon in China aktiv?

Hofreiter: Wir analysieren den chinesischen Markt seit 2014 und sind von den Chancen überzeugt. Nach mehreren lokalen Lebensmittelskandalen ist in China die Skepsis gegenüber heimischen Produkten groß. Das Beispiel Milchpulver zeigt, dass Chinesen für Qualitätsware aus Europa bereit sind einen deutlichen Preisaufschlag zu zahlen. Als Marktführer bei Braugerste hat Mackprang bereits ein starkes Standbein in China. Dies war auch ein wesentlicher Grund für die Übernahme. Wir werden Mackprang zur zentralen Handels- und Logistik-Plattform der gesamten Gruppe weiterentwickeln. Neben Braugerste werden Bio-Soja, Müslis, Tiefkühlprodukte und für den chinesischen Markt entwickelte Nudelgerichte den Kern unseres Export-Sortiments bilden.


BOND MAGAZINE: Noch eine abschließende Frage zur Geschäftsentwicklung. Aufgrund der Trockenheit ist keine Rekordernte in Sicht oder?

Hofreiter: Insgesamt haben die vergangenen fünf Jahren gezeigt, dass die Landwirtschaft weit weniger vom Wetter abhängig ist als angenommen. Der Mechanismus von Menge und Preis funktioniert gut. Niedrigere Ernten werden durch höhere Preise kompensiert – beziehungsweise oft sogar überkompensiert - und umgekehrt. Bei uns kommt hinzu, dass unsere Flächen regional diversifiziert sind und wir auf den Feldern mit besonders sensiblen Kulturen über moderne Beregnungsanlagen verfügen. Daher erwarte ich auch im laufenden Jahr eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Dazu werden alle Segmente beitragen. Unser Nahrungsmittelbereich hat sich in den vergangenen Monaten besser entwickelt als geplant und mit der Akquisition im Biogasbereich erhöhen wir unseren gut planbaren Umsatzsockel bis 2016 auf über 90 Mio. Euro und den EBITDA-Sockel auf 28 bis 29 Mio. Euro. Zum Vergleich: Dies entspricht mehr als 50 % des EBITDA der gesamten KTG Gruppe im Jahr 2014.

Das Interview führte Robert Cleve, www.fixed-income.org.


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