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Konsortium übernimmt die SiC Processing (Deutschland) GmbH aus der insolventen SiC Processing Gruppe

SiC Processing (Deutschland) GmbH an die Elbflorenz Invest GmbH und die Liquidium Technologie GmbH verkauft

Christopher Seagon, Insolvenzverwalter der Holding SiC Processing GmbH mit Sitz in Hirschau, hat die Geschäftsanteile der nicht insolventen Tochter SiC Processing (Deutschland) GmbH aus Bautzen sowie den Geschäftsbetrieb der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Insolvenzschuldnerin an die Elbflorenz Invest GmbH und die Liquidium Technologie GmbH verkauft. Über die Vertragsdetails haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Seagon kann mit dem Verkauf alle 80 Arbeitsplätze in Deutschland sowie die Standorte in Bautzen und das Forschungs- und Entwicklungszentrum sichern.

Elbflorenz und Liquidium setzten sich in einem vom Insolvenzverwalter der Gruppe aufgesetzten strukturierten und kompetitiven Investorenprozess gegen verschiedene Mitbewerber durch. „Die Verantwortlichen beider Unternehmen haben ein überzeugendes Gesamtkonzept für die SiC Processing in Bautzen. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass das Unternehmen wieder eine positive Zukunft am Markt haben kann“, sagt Christopher Seagon, Insolvenzverwalter der Holding SiC Processing GmbH.

Auch Thomas Schicht, Geschäftsführer der SiC Processing (Deutschland) GmbH, ist optimistisch. „Mit Unterstützung der neuen Gesellschafter wollen wir unsere bestehenden Kunden weiterhin stabil versorgen und technologisch unterstützen“, sagt Schicht. „Parallel dazu wollen wir die Aktivitäten auf unseren neuen Geschäftsfeldern, ausgerichtet auf Wertstoffrückgewinnung und innovative Verwertung von Reststoffen, verstärken, um den Einfluss der Marktschwankungen der Solarbranche auf unser Geschäft zu verringern.“

Liquidium Technologie GmbH und Elbflorenz Invest GmbH sind Beteiligungsunternehmen, deren Gesellschafter Unternehmen und Unternehmer aus dem sächsischen Mittelstand sind. Nach dem Durchschreiten der wirtschaftlich kritischen Talsohle – ausgelöst durch die Krise der europäischen Solarbranche – setzen die neuen Eigentümer auf die Leistungsfähigkeit und die Innovationskraft des Teams der SiC Processing (Deutschland) GmbH.

Über SiC Processing:
Die Konzernholding (SiC Processing GmbH) hatte im Dezember 2012 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit durch die Eigenverwaltung der Insolvenzschuldnerin Ende März 2013 haben dann die Anleihegläubiger auf einer Gläubigerversammlung Anfang April 2013 bestimmt, dass die Eigenverwaltung aufgehoben werden soll und Rechtsanwalt Christopher Seagon zum Insolvenzverwalter gewählt. Die SiC Processing war führender Anbieter für die Aufbereitung gebrauchter Sägesuspension (= Slurry) aus der Photovoltaik- und Halbleiterindustrie. Die Produktionsstandorte der Unternehmensgruppe waren sowohl in Deutschland als auch international verteilt. Ende 2014 konnte Insolvenzverwalter Seagon die chinesische Tochtergesellschaft SiC Processing (Zhenjiang) Limited trotz komplexer juristischer und wirtschaftlicher Umstände an einen lokalen chinesischen Investor verkaufen. Nunmehr gelang es dem Insolvenzverwalter in seiner Rolle als aktiver Gesellschafter die SiC Processing (Deutschland) GmbH als letzte operativ tätige Einheit nach mehr als zweijähriger erfolgreicher Fortführung und mit einer von 70 auf 80 gesteigerten Zahl an Arbeitsplätzen in den freien Wettbewerbsmarkt zu entlassen.


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