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Man: Japanischer Wandlermarkt bleibt interessant

Ein Einstieg in japanische Wandelanleihen könnte sich nach der Korrektur in den beiden letzten Maiwochen wieder lohnen. Zu dieser Einschätzung kommt Michel Fest, Co-Leiter des Convertibles-Team von Man. „Wer davon ausgeht, dass es am japanischen Aktienmarkt wieder aufwärts geht, sollte Wandelanleihen als Assetklasse für eine Investition prüfen. Denn für den Fall, dass die Korrektur noch andauern sollte, bieten die Wandler aus dem Land der aufgehenden Sonne einen relativ soliden Sicherheitspuffer, um übermäßige Kursverluste abzufedern.“

Mit einem Volumen von rund 25 Mrd. US-Dollar ist der japanische Wandelanleihenmarkt relativ klein. Unter Experten gelten die Papiere folglich eher als Spezialität. Weltweit kommt das Segment immerhin auf ein Volumen von etwa 400 Mrd.
US-Dollar (alle Angaben Bank of America Merrill Lynch, Stand 31.03.2013). Dennoch ist Japan seit Jahresanfang gemessen an der Wertentwicklung die stärkste Wandelanleihe-Region rund um den Globus. Per Ende Mai lag die Performance bei 23,8 Prozent (UBS Convertible Japan hedged to EUR, Stand 31.05.2013). Grund hierfür war die starke Entwicklung des lokalen Aktienmarktes in den vergangenen Monaten. In der Folge konnten auch japanische Wandlerpapiere deutlich zulegen. Dies wiederum hat weitere Investoren dazu bewogen, in den Markt einzusteigen – was die Performance positiv unterstützt hat.

Aktuell ähneln japanische Wandelanleihen mehr einer Aktie als einer Anleihe. Das so genannte Delta, das die Aktiensensitivität beschreibt, liegt momentan im Schnitt bereits bei rund 60 Prozent. Bei einem Wert von 100 Prozent verhält sich die Wandelanleihe praktisch wie eine reine Aktie. In Europa beträgt der entsprechende Vergleichswert derzeit hingegen lediglich rund 30 Prozent.

„Für Anleger heißt das: Weitere Kursgewinne bei japanischen Aktien wirken sich zu einem Großteil unmittelbar positiv auf die Performance der Wandelanleihen aus“, resümiert Man-Experte Fest. „Anders als bei Aktien verfügen Convertibles aber über eine Art Sicherheitsnetz. Kursverluste führen zu einer Verringerung der Aktiensensitivität. Dadurch wird die Wertentwicklung
bei Wandelanleihen weniger durch Kursrückschläge belastet.“
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