YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige

Positives Umfeld für High-Yield-Anleihen auf Jahressicht zu erwarten

Kommentar von Kyle Kloc, Senior Portfolio Manager bei Fisch Asset Management

Anleiheninvestoren stellen sich aktuell verstärkt die Frage, ob sie über Zins und Kreditaufschläge bei High-Yield-Anleihen noch ausreichend für das eingegangene Risiko entschädigt werden. Betrachtet man die beiden Faktoren lediglich auf aggregiertem High-Yield-Index-Level, könnte man vorschnell zum Ergebnis kommen, dass dies nicht der Fall ist. Doch bei genauerer Betrachtung wird deutlich, warum die Kreditaufschläge insgesamt historisch niedrig erscheinen.

Der Grund liegt darin, dass sich seit Auflage der High-Yield-Indizes des Datenanbieters ICE BofA die Zusammenstellung des Gesamtindex hinsichtlich der Ratingkategorien maßgeblich verändert hat. Der Teil der qualitativ höherwertigen Emissionen mit einem durchschnittlichen Rating von BB ist mit einem Anteil von rund 54 Prozent auf einem Allzeithoch, wohingegen der mit B sowie CCC und niedriger geratete Anteil im unteren Bereich des historischen Anteils liegt. Dies drückt die Kreditaufschläge auf aggregierter Ebene zusätzlich nach unten und vermittelt den Anschein, die Kreditaufschläge befänden sich auf einem historischen Allzeittief. Das sind sie zwar auch – jedoch einhergehend mit einem historischen Allzeithoch in der Gesamtqualität des Index.

Trotz der vermeintlich historisch niedrigen Verzinsung sind High-Yield-Bonds in Relation zu anderen liquiden festverzinslichen Anlageklassen, etwa globalen Staats- oder Unternehmensanleihen, absolut betrachtet immer noch sehr attraktiv. Ein weiteres Argument, das gerade an Relevanz gewinnt: Hochverzinsliche Anleihen sind normalerweise auch weniger anfällig gegenüber steigenden Zinsen. Zum einen bietet die höhere Verzinsung etwas Schutz und zum anderen ist die durchschnittliche Duration, das heißt die Zinssensitivität, aufgrund der häufig kürzeren Laufzeiten und Call-Optionen wesentlich geringer.

Es gibt zudem gute Argumente dafür, dass der Scheitelpunkt des Kreditzyklus noch nicht erreicht wurde. Die zwei offensichtlichsten sind eine weitere Erholung der globalen Weltwirtschaft bei gleichbleibender oder nur wenig restriktiverer Geldpolitik sowie die Erwartung, dass die Ausfallraten unter ihren historischen Mittelwert von etwa zwei Prozent fallen. Dies dürfte zumindest über die nächsten zwölf bis 18 Monate ein positives Umfeld für hochverzinsliche Anleihen darstellen. Somit sollten die Kreditaufschläge niedrig bleiben beziehungsweise sich sogar noch etwas weiter einengen können.

www.fixed-income.org
Foto: Kyle Kloc
© Fisch Asset Management


Investment
ESG-Investi­tionen sind wichtiger denn je, aber der Gegen­wind ist ange­sichts wirt­schaftlicher und geopo­litischer Probleme spürbar. Ophelie…
Weiterlesen
Investment

von Federico Garcia Zamora, Leiter EMD-Makrostrategien bei Insight Investment

Wir sind seit mehreren Jahren in venezola­nischen Anleihen über­gewichtet, wobei sich das Profil der Anlage­these im Laufe der Zeit weiter­ent­wickelt…
Weiterlesen
Investment

von Claus Hecher, Head of ETF Sales DACH and Nordics bei BNP Paribas AM

Im Dezember 2025 setzte der UCITS-ETF-Markt seinen Wachstums­kurs fort und beendete das Jahr mit einem Rekord­hoch. Die Netto­zuflüsse in UCITS-ETFs…
Weiterlesen
Investment
Zum Jahres­auftakt sehen sich die Anleihe­märkte mit einer viel­schichtigen Ausgangs­lage konfron­tiert. Nach deutlichen Bewegungen am langen Ende und…
Weiterlesen
Investment
Patrimo­nium Asset Manage­ment mit Sitz in Baar (Schweiz), ist eine strate­gische Partner­schaft mit Bayview Asset Manage­ment, mit Sitz in Coral…
Weiterlesen
Investment
Die EZB möchte die Verlust­absorp­tion von Addi­tional Tier 1 (AT1)-Anleihen erhöhen. Den Weg dorthin skizziert Raffaele Prencipe,…
Weiterlesen
Investment

von Rötger Franz, Portfoliomanager bei Plenum Investments:

Wir erwarten, dass Versicher­ungs­nach­ränge auch 2026 wieder über­durch­schnitt­lich abschne­iden werden. Nach einem Emis­sions­rekord­jahr bei…
Weiterlesen
Investment

Tilmann Galler sieht Chancen durch Investitionsprogramme und Zinssenkungen, warnt aber vor Bewertungsrisiken und Technologie-Übertreibungen

Das Jahr 2026 wird nach Ein­schätzung von Tilmann Galler, Kapital­markt­stratege bei J.P. Morgan Asset Manage­ment, von einem seltenen Gleich­lauf aus…
Weiterlesen
Investment

von Adam Whitely, Leiter Global Credit bei Insight Investment:

Die Speku­lationen über eine mög­liche Aktien­markt­blase bei Unter­nehmen, die KI-Dienst­leistungen anbieten, nehmen zu. Einige Beobachter…
Weiterlesen
Investment

von Alex Veroude, Lucas Klein und Seth Meyer, Janus Henderson Investors

Der gewagte Schritt der USA, Präsident Maduro aus Vene­zuela zu entführen, damit er sich in den USA vor Gericht verant­worten muss, hat die Welt…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!