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Rickmers Gruppe übernimmt zwei Neubauten

Die Rickmers Gruppe hat die ersten beiden Schiffe aus der Serie von drei 9.300 TEU-Neubauten übernommen. Die energieeffizienten Containerschiffe wurden auf der südkoreanischen Werft STX gebaut und sind langfristig an CMA CGM verchartert. Die Rickmers Gruppe hatte im April die damals bereits im Bau befindlichen drei Containerschiffe erworben.

Das erste der drei Schiffe trägt den geschichtsträchtigen Namen R.C. Rickmers. Es ist bereits das siebte Schiff mit diesem Namen, der auf den Gründer der Rickmers Werft zurückgeht, und verweist damit auf die lange Geschichte und Tradition der Familie Rickmers in der Schifffahrt: 1834 hatte Rickmer Clasen Rickmers in Bremerhaven eine Schiffbauwerkstatt eröffnet.

Dr. Ignace Van Meenen, CEO der Rickmers Gruppe: "Die jetzt ausgelieferte neugebaute siebte R. C. Rickmers ist ein modernes, großes und energieeffizientes Containerschiff. Die langfristige Vercharterung zeigt, dass wir damit einen dauerhaften Marktbedarf bedienen und unsere Flotte zeitgemäß verstärken. Die neue R. C. Rickmers repräsentiert den aktuellsten Stand der Technik im Schiffbau, so wie ihre sechs Namensschwestern das zu ihrer jeweiligen Zeit bereits taten."

150 Jahre Schifffahrtsgeschichte in sechs Schiffen

Die erste R.C. Rickmers lief 1870 vom Stapel und geriet gleich darauf unter den Einfluss der wechselvollen deutschen Geschichte. Als das Großsegelschiff (Vollschiff) im August 1870 im Hafen von Cardiff eintraf, brach der Deutsch-Französische Krieg aus und es musste bis zum Januar 1871 dort verbleiben. Die zweite R.C. Rickmers repräsentiert den letzten Holzbau der Werft und markiert damit einen Umbruch im Schiffbau. 1906 wurde die dritte R.C. Rickmers fertig gestellt: Die Fünfmastbark mit Hilfsmotor wurde am 4. August 1914 von den Briten im Hafen von Cardiff beschlagnahmt, da Großbritannien am selben Tag dem Deutschen Reich den Krieg erklärte.

Zur Zeit der Weimarer Republik wurde 1921 die vierte R.C. Rickmers gebaut, ein Dampfschiff. Als sie 1939 Shanghai verließ und am 6. September in Japan eintraf, sechs Tage nach dem deutschen Überfall auf Polen und damit dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs, wurde sie durch das Deutsche Reich beschlagnahmt und in japanische Charter gegeben. Die fünfte R.C. Rickmers lief 1957 als Motorschiff vom Stapel. Ab Mitte der Sechziger Jahre fuhr sie für die Rickmers-Linie über die Weltmeere. Im Jahre 1992 stellte die Stettiner Werft (Stocznia Szczecinska) die sechste R.C. Rickmers fertig. Nach langjährigem Einsatz für die Rickmers Gruppe wurde sie 2012 verkauft und fährt seitdem unter anderem Namen als Feederschiff (Zulieferer) in asiatischen Gewässern.

Über die Rickmers Gruppe

Die Rickmers Gruppe mit ihren Hauptbüros in Hamburg und Singapur ist ein internationaler Anbieter von Dienstleistungen für die Schifffahrtsindustrie. Sie ist mit 18 eigenen Büros in elf Ländern und mehr als 50 Vertriebsagenturen weltweit vertreten. Die Geschäftstätigkeit der Rickmers Gruppe ist in drei Geschäftsbereiche unterteilt: Maritime Assets, Maritime Services und Rickmers-Linie.

Im Geschäftsbereich Maritime Assets ist die Rickmers Gruppe als Asset Manager für ihre eigenen Schiffe und Schiffe Dritter tätig, arrangiert und koordiniert Schiffsprojekte, organisiert Finanzierungen und erwirbt, verchartert und verkauft Schiffe. Im Geschäftsbereich Maritime Services erbringt die Rickmers Gruppe Dienstleistungen im Schiffsmanagement für die eigenen Schiffe der Rickmers Gruppe und für Schiffe Dritter, zu denen technisches und operatives Management, Crewing, Neubauüberwachung, Beratungsleistungen und Dienstleistungen im Zusammenhang mit Versicherungen gehören. Im Geschäftsbereich Rickmers-Linie ist die Rickmers Gruppe als Linienreederei für Stückgut, Schwergut und Projektladung tätig und bietet ergänzend zu ihren Liniendiensten auch Einzelreisen an.


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