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Scholz AG einigt sich mit Finanzgläubigern auf Stillhaltevereinbarung

Tilgungsleistungen der Scholz AG werden bis Ende 2014 ausgesetzt; Scholz-Anleihe notiert bei 73,00%

Die Scholz AG hat sich mit ihren Finanzgläubigern auf eine umfassende Stillhaltevereinbarung geeinigt. Diese sieht vor, dass die Scholz Gruppe bis Ende des Jahres 2014 sämtliche Tilgungsleistungen aussetzt. Die Vereinbarung wurde mit den finanzierenden Banken, Immobilienfinanzierern, Gläubigern aus begebenen Schuldscheindarlehen und Factoring-Gesellschaften der Scholz AG geschlossen. Die Warenkreditversicherer haben ebenfalls ihre Bereitschaft erklärt, die Einigung mit den Finanzgläubigern positiv zu begleiten. Die Kernbanken sind zudem bereit, zur Finanzierung des laufenden Geschäfts der Gruppe eine neue Kreditlinie im mittleren zweistelligen Millionenbereich bereitzustellen. Die entsprechenden Verhandlungen sind weit fortgeschritten.

Nicht betroffen von den finanziellen Restrukturierungsmaßnahmen ist die 2012 begebene Anleihe im Volumen von 182,5 Mio. Euro (ISIN: AT0000A0U9J2/WKN: A1MLSS), die erst im Jahr 2017 zur Rückzahlung fällig ist.

Oliver Scholz, Chief Executive Officer (CEO) der Scholz AG: „Die Vereinbarung ist ein Meilenstein bei der Restrukturierung unserer Gruppe. Die Tatsache, dass sich alle Gläubiger nach intensiven und sehr komplexen Verhandlungen bereit erklärt haben, der Scholz Gruppe finanzielle Luft zu verschaffen, zeigt, dass unser Konzept für die Restrukturierung und Neuausrichtung unserer Gruppe tragfähig und erfolgversprechend ist. Die Vereinbarung schafft zugleich die Voraussetzung, um als nächste Schritte die Finanzierung des operativen Geschäfts abzusichern und die Eigenkapitalbasis der Scholz AG zu stärken.“

Das operative Restrukturierungskonzept, das zusammen mit Roland Berger Strategy Consultants erstellt wurde, sieht im Kern die Konzentration auf den Bereich Stahl- und Metallrecycling (Fe-/NE-Recycling) und die Veräußerung von Nicht-Kerngeschäften (Aluminiumproduktion, Handel mit Edelbaustahl) vor, verbunden mit einer deutlichen Verschlankung der Konzernstrukturen und entsprechenden Kostensenkungen.

Die Erlöse aus den Desinvestments sollen wesentlich dazu beitragen, die Nettoverschuldung der Gruppe von derzeit rund 1 Mrd. Euro bis zum Jahr 2015 deutlich zu senken. Der Großteil der Entschuldung soll bereits im kommenden Jahr erfolgen. Die Planung sieht vor, dass die Gruppe nach erfolgreichem Abschluss der Restrukturierung einen Verschuldungsgrad von unter vier (bezogen auf das Verhältnis Konzern-Nettoverschuldung zum operativen Ergebnis EBITDA) aufweist.

www.fixed-income.org

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