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SeniVita: Creditreform stuft Rating von BBB auf BB+ herunter

Die SeniVita Sozial gGmbH, der größte private Betreiber von Einrichtungen zur Alten- und Behindertenhilfe sowie zur Intensivbetreuung von schwerstpflegebedürftigen Kindern und Jugendlichen in Nordbayern, hat ein neues Unternehmens-Rating erhalten. Die Creditreform hat das gemeinnützige Unternehmen mit der gesamtwirtschaftlich überdurchschnittlichen Note "BB+"(bisher: BBB) und den wirtschaftlichen Ausblick als "stabil" eingestuft. In dieser Rating-Note sind die verbesserten Ertragsperspektiven durch die neuen politischen Vorgaben zur Stärkung von Pflegemodellen, wie sie SeniVita anbietet, allerdings noch nicht berücksichtigt. Auch die erst ab diesem Jahr spürbaren positiven Effekte aus den 2013 durchgeführten Investitionen in Einrichtungen nach dem neuen Konzept Altenpflege 5.0 sowie die geplanten Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals werden sich erst im nächsten Unternehmens-Rating angemessen widerspiegeln.

"Die neue, niedrigere Rating-Einschätzung von Creditreform ist aus unserer Sicht sehr konservativ und reflektiert noch nicht die neuesten Entwicklungen sowohl bei uns im Unternehmen wie auch im politischen Umfeld. Wenn die Regierung die Förderung von Modellen, wie wir sie in unserem Konzept Altenpflege 5.0 realisieren, so aufstockt wie in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dann bedeutet dies signifikant höhere Erträge", betont SeniVita-Gründer und Geschäftsführer Dr. Horst Wiesent.

Langfristig erfolgversprechende Strategie

Mit dem vorliegenden Rating wird der SeniVita Sozial gGmbH eine befriedigende Bonität attestiert, die im Vergleich zur Gesamtwirtschaft einer überdurchschnittlichen und zur Branche einer durchschnittlichen Beurteilung entspricht. Das Downgrade zum Vorjahr ergibt sich nach Angaben der Creditreform aus dem Umstand, "dass die SeniVita weiterhin eine zwar plausible und langfristig erfolgversprechende Strategieänderung vorgenommen hat, die nachhaltige langfristige Chancen beinhaltet und deren Umsetzung trotz diverser Hindernisse und Verzögerungen nachvollziehbar vorankommt, die jedoch aufgrund der im Vergleich zum Umsatzwachstum überproportionalen Kapitalintensität, der Erhöhung der verzinslichen Finanzierung und zu einer Ergebnisverschlechterung geführt hat, die höher als zum letzten Rating (im April 2013) angenommen, ausgefallen ist".

Aus Sicht des Unternehmens waren die 2013 aus der Umstellung auf das Konzept Altenpflege 5.0 resultierenden Belastungen jedoch notwendig, um mit neuen Angeboten dem steigenden Bedarf im Wachstumsmarkt Pflege gerecht zu werden. "Die jüngsten politischen Weichenstellungen bestätigen uns darin. Wenn wir jetzt erst anfangen würden, uns darauf einzustellen und zu investieren, hätten wir wertvolle Zeit und schon mittelfristig Millionen an Einnahmen verloren", so Wiesent.

Die gemeinnützige SeniVita Sozial eröffnete 2013 zwei neue Einrichtungen und baute zudem zwei ambulante Pflegedienste auf. Dadurch und durch weitere Investitionen wuchs die Vermögenssubstanz um mehr als 20 Mio. Euro, die Erlöse legten auf 28,7 Mio. Euro (2012; 27,0 Mio. Euro) zu. Bei einem positiven Ergebnis von 1,2 Mio. Euro (2012: 1,0 Mio. Euro) konnte gleichzeitig die Eigenkapital-Basis weiter gestärkt werden.

Insgesamt investierte die SeniVita Sozial 2013 22,7 Mio. Euro (2012: 5,7 Mio. Euro) in den Neubau von Pflegeinrichtungen sowie in den Umbau bereits bestehender stationärer Einrichtungen nach dem neuen Konzept Altenpflege 5.0. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte dabei größtenteils aus dem Cash Flow, durch die Ausgabe von Genussrechten (3,0 Mio. Euro) sowie Bankkredite (2,5 Mio. Euro). Aus der laufenden Geschäftstätigkeit flossen dem Unternehmen dabei allein 15,6 Mio. Euro zu (2012: -3,3 Mio. Euro).

Um die Eigenkapital-Basis weiter zu stärken und bei der Finanzierung des künftigen Wachstums größere Flexibilität zu haben, plant SeniVita Sozial auch die Platzierung von Genussscheinen an der Frankfurter Börse noch im zweiten Quartal 2014. Die ICF Kursmakler AG begleitet die Transaktion als Lead Manager.

Bereits in den vergangenen Jahren hat SeniVita wiederholt verzinsliche Genussrechte begeben, die so ausgestaltet waren, dass sie bilanziell als Eigenkapital verbucht werden konnten. Nicht zuletzt dadurch konnte das Unternehmen bankenunabhängig Neu- und Umbaumaßnahmen finanzieren und wiederholt zu den schnellst wachsenden Unternehmen Bayerns ("Best 50") zählen. Die SeniVita Sozial hatte im Mai 2011 auch als erstes gemeinnütziges Unternehmen eine Anleihe am deutschen Kapitalmarkt begeben, um ihr weiteres Wachstum zu finanzieren, und wurde dafür in der Folge als bester Emittent einer Mittelstandsanleihe in Deutschland ausgezeichnet.

Als gemeinnütziges Unternehmen reinvestiert die SeniVita Sozial die Überschüsse und stärkt so kontinuierlich seine Vermögenssubstanz. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet SeniVita Sozial bei einer stabilen Auslastung wieder eine positive Umsatz- und Ertragsentwicklung.


www.fixed-income.org
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