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Turbulenzen am Rentenmarkt: Temporäre Korrektur oder Strukturbruch?

Renditeanstieg zehnjähriger Bundesanleihen von rund 0,4% innerhalb von einer Woche zeigt historische Volatilität im Rentenmarkt

Deutsche zehnjährige Bundesanleihen „rentierten“ noch am 20.04.2015 bei 0,07 % p. a., Ende April dann bei 0,16 % und nur eine Woche später bereits bei 0,55 %. Ein solcher Renditeanstieg von circa 0,4 % in einer Woche ist selten. Vor allem, wenn kein haussierender Aktienmarkt oder eine Notenbank, die aggressiv die Zinsen erhöht, als Entschuldigung fungieren können.

„Es wird sich zeigen, ob wir im Rückblick von einem „schwarzen Schwan“, quasi dem GAU am Rentenmarkt sprechen werden“, so Dr. Achim Hammerschmitt, Leiter Vermögensverwaltung und Fondsmanagement der Fürstlich Castell’schen Bank. „Wir gehen eher von einer Korrektur des Marktes als einer Trendwende aus und haben in unseren Vermögensverwaltungen und Vermögensverwaltenden Fonds bereits darauf reagiert. Unter anderem haben wir die mittlere Laufzeit bei Rentenpapieren und damit die Zinssensitivität von knapp sechs Jahren auf unter drei Jahre mehr als halbiert. Das Risiko bei den Rentenpapieren wurde damit deutlich gesenkt und der gefährliche Gleichschritt von Rentenmärkten und Aktienmärkten hin zu tieferen Kursen konnte größtenteils ausgeschaltet werden“ führt Dr. Hammerschmitt weiter aus.

Die Bedeutung des Risikomanagements kann nicht hoch genug eingeschätzt werden
Die Analyse der Gründe für die aktuellen Entwicklungen ist vielschichtig. Ein Faktor sind die unterschiedlichen Markteinschätzungen, wie beispielsweise die Rezessions-Ängste in den USA, die zu weitreichenden Marktbewegungen bei einigen Teilnehmern führen. Diese Einschätzung teilt die Fürstlich Castell’sche Bank trotz der enttäuschenden Wachstumszahlen im 1. Quartal in den USA auf Basis der bisherigen fundamentalen Daten nicht, sondern geht davon aus, dass die aktuelle Schwäche der Wirtschaftsleistung der US-Wirtschaft Sonderfaktoren zuzuschreiben ist und im zweiten Quartal ein „Rebound“ erfolgt.

„Auch in der aktuellen Situation hat sich die Bedeutung, die wir dem ausgefeilten Risikomanagement in unserer Vermögensverwaltung zumessen, klar bestätigt. Das Risikomanagement-Warnsystem hat uns bereits sehr frühzeitig den parallelen Verfall bei Aktien und Renten aufgezeigt, so dass wir rechtzeitig in der Vermögensverwaltung und den Vermögensverwaltenden Fonds reagieren konnten. Sollten sich – was wir erwarten – die Verwerfungen am Rentenmarkt als temporäre Korrektur erweisen, stehen wir aber auch bereit, eine entsprechende Anpassung der Portfoliostruktur durchzuführen“ betont Dr. Sebastian Klein, Vorsitzender des Vorstands der Fürstlich Castell´schen Bank.

Dies zeigt sich auch in der überzeugenden Performance der Vermögensverwaltenden Fonds – Castell VV defensiv weist seit der Auflage im Herbst 2012 eine Rendite von 5 % p. a. nach Kosten und Castell VV ausgewogen weist eine Rendite von knapp 7 % p. a. nach Kosten aus, wobei die möglichen Risikobudgets (5 % und 10 %) dabei nicht annähernd ausgeschöpft wurden.

Die Fürstlich Castell’sche Bank, Credit-Casse AG
 
1774 gegründet, ist sie die älteste Bank Bayerns. Die Bank ist in den Geschäftsfeldern Vermögensanlage bundesweit und im regionalen Firmenkundengeschäft tätig. Sie ist an 17 Standorten in Franken sowie Heilbronn, Mannheim, München und Ulm mit Filialen und Niederlassungen präsent. Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2014 beträgt 1.058 Millionen Euro. Die Bank beschäftigt 293 Mitarbeiter und befindet sich zu jeweils 50 % im Alleinbesitz der Fürstenhäuser Castell-Castell und Castell-Rüdenhausen.

www.fixed-income.org

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