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31% der europäischen High Yield-Anleihenmarktes wird vor 2026 fällig

von Bill Zox, Portfoliomanager bei Brandywine Global, Teil von Franklin Templeton

Am europäischen High Yield-Anleihenmarkt steigen die Ausfälle laut ICE BofA weiter an und liegen nun bei 2,1% gegenüber 1,5% im Oktober und 0,6% Ende Mai vergangenen Jahres. Im Gegensatz dazu sind die Ausfälle auf dem US-amerikanischen Markt für hochverzinsliche Anleihen auf etwa 2% gesunken, verglichen mit 2,6% im Oktober und 2,3% Ende Mai 2023.

Laut Daten von Barclays ist die Restlaufzeit in Europa höher ist als in den USA, wo etwa 31% des europäischen High Yield Anleihenmarktes vor Ende 2026 fällig werden. Auf dem US-amerikanischen Markt für hochverzinsliche Anleihen ist die Restlaufzeit prozentual gesehen etwa halb so hoch wie in Gesamteuropa.

Die EZB nahm ihre erste Zinssenkung in diesem Zyklus vor, aber es war eine aggressive Senkung, und die Zinssätze zogen am Ende der Kurve sogar an. Die Europäischen Hochzinsemittenten haben auf Zinssenkungen gewartet, um sich zu refinanzieren, aber ihnen läuft die Zeit davon und sie werden in den kommenden Quartalen unabhängig von der Entwicklung der Zinssätze dazu gezwungen sein. US-High Yield-Emittenten refinanzieren sich weiterhin selektiv, indem sie von der starken Nachfrage und dem begrenzten neuen Angebot - abgesehen von Refinanzierungen - profitieren. Mit Ausnahme der am stärksten betroffenen Emittenten auf beiden Märkten war der Anstieg der Zinskosten für Kreditnehmer sehr begrenzt.

Die Verwerfungen zwischen den US-amerikanischen und den europäischen High Yield-Märkten waren in letzter Zeit sehr individuell. Ardonagh, ein in Großbritannien ansässiger Versicherungsmakler, hat besicherte Anleihen in US-Dollar und Euro ausgegeben, die beide am 15.2.2031 fällig werden. Wir bevorzugen Euro-Anleihen, die bei einem etwas tieferen Dollarkurs einen Spreadgewinn von über 100 Basispunkten gegenüber US-Dollar-Anleihen erbringen können, während man bei der Rendite nur etwa 60 Basispunkte verliert.

Bei der EG Group handelt es sich um ein in Großbritannien ansässiger globaler Betreiber von Convenience-Shops mit Anleihen in US-Dollar und Euro. Wir variieren die Anleihen entsprechend den Kursschwankungen, halten aber derzeit mehr Euro-Anleihen, bei denen wir etwa 100 Basispunkte Rendite erzielen.

Allwyn Entertainment, ein weltweit tätiges Lotterieunternehmen mit Sitz in der Schweiz, gibt sowohl US-Dollar als auch Euro denominierte Anleihen aus. Wir bevorzugen derzeit die US-Dollar-Anleihen, bei denen wir die Laufzeit um ein Jahr verkürzen, dabei auf einen Spread von ca. 50 Basispunkten verzichten, aber einen um ca. 3 Basispunkte niedrigeren Dollarkurs und eine um ca. 120 Basispunkte höhere Rendite erhalten.

www.fixed-income.org
Foto: Bill Zox © Brandywine Global


 

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