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Chinas Konjunkturpolitik: Ein echter politischer Kurswechsel

von Magdalena Polan, Head of Emerging Market Macroeconomic Research bei PGIM Fixed Income

Wir betrachten die jüngsten Kon­junktur­maß­nahmen Chinas als die ersten Schritte eines echten poli­tischen Kurs­wechsels, ins­beson­dere in Hinblick auf die Art und Weise, wie die Regierung die Wirt­schaft sehen könnte. Während beispiels­weise die Partei­linie, dass Immo­bilien nicht für Speku­lationen geeignet sind, bestehen bleibt, zeigt die angekün­digte Lockerung der Beschrän­kungen für den Kauf von Zweit­wohnungen eine gewisse Bereit­schaft, Investitionen in Wohn­immobilien auszu­weiten. Es ist jedoch unwahr­scheinlich, dass damit eine Wieder­belebung des Immobilienmarktes angestrebt wird, die zu einem Wohlstandseffekt im Inland führt. Vielmehr soll der Markt von überschüssigen Beständen befreit werden, um einen weiteren Verfall der Immobilienpreise zu verhindern.

Eine weitere bemerkenswerte politische Wende besteht darin, dass die neuesten Maßnahmen erhebliche fiskalische Anreize in Höhe von etwa 2% des BIP umfassen. Geldpolitische Anreize, die auf eine Lockerung der Kreditkonditionen abzielen, haben wenig Wirkung, wenn die Kreditnachfrage minimal ist. Daher scheinen die in der vergangenen Woche angekündigten fiskalpolitischen Maßnahmen auf die Nachfrageseite der Wirtschaft ausgerichtet zu sein. Sie umfassen erste Anzeichen für eine Struktur der sozialen Sicherheit, einschließlich der Arbeitslosenunterstützung angesichts der rekordverdächtigen Jugendarbeitslosigkeit, sowie einige Initiativen zur Unterstützung von Kindern und zur Rentenreform. 

Vor den Ankündigungen der letzten Woche lag das Wachstum in China deutlich unter dem von der Regierung angestrebten Ziel von 5% pro Jahr liegt. Wir glauben, dass die angekündigten Maßnahmen das Wachstum im nächsten Jahr näher an das 5%-Ziel bringen könnten.

www.fixed-income.org
Foto: Magdalena Polan © PGIM Fixed Income


 

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