YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige

Corona-Auswirkungen auf die Lieferketten: Die Nachfrage nach Finanzierungen wird auch 2022 hoch sein

Die Corona-Krise hatte dramatische Auswirkungen auf den internationalen Handel. Was als Angebotskrise in China begann, wurde bald zu einem Nachfrageschock in der westlichen Welt. Die Rohstoff- und Frachtpreise sind in die Höhe geschossen, der Suezkanal war blockiert, und in den US-Häfen stauen sich die Containerschiffe in noch nie dagewesenem Ausmaß. Interessanterweise weisen jedoch jüngste Berichte der Internationalen Handelskammer und der Asiatischen Entwicklungsbank auf einige positive Entwicklungen im Bereich Trade Finance hin. Obwohl es branchenübergreifend zu deutlichen Beeinträchtigungen der Nachfrage und der Produktion gekommen ist und die globalen Lieferketten weiterhin unter Druck stehen, haben sich die verschiedenen Sektoren recht gut behauptet. Trotz eines allgemeinen Anstiegs der Zahlungsausfälle im Jahr 2020 lagen die erwarteten Gesamtverluste bei Handelskrediten mit einer Ausfallquote von 0,42% auf dem Niveau eines A-Ratings. Dies verdeutlicht die Stabilität von Trade Finance auch in Krisenzeiten.

Die Folgen für den internationalen Handel sind insgesamt weitaus geringer als ursprünglich prognostiziert. Das Volumen der 2020 gehandelten Waren ging im Vergleich zu 2019 um 10% zurück, wobei 34% des Rückgangs auf Erdöl zurückzuführen sind (das mit unseren Strategien nicht finanziert wird). Einige Prognosen Anfang 2020 lagen eher bei -30%. Der ADB-Bericht (Infrastrukturbericht der Asiatischen Entwicklungsbank) weist auf eine Ausweitung der Handelsfinanzierungslücke von 1,5 auf 1,7 Billionen US-Dollar hin, wobei die Reaktion der Banken hierauf nicht einheitlich war. Die Finanzinstitute unterstützen nach wie vor weitgehend große und mittelgroße Unternehmen bei der Handelsfinanzierung, ziehen sich aber aus der Kreditvergabe an KMU zurück. Wir sehen Chancen, den Banken bei der Versorgung ihrer größeren Kunden zu helfen und auch Finanzierungen für KMU bereitzustellen. Hier können wir auch auf die Unterstützung der Versicherungsbranche zurückgreifen, um das Investmentrisiko richtig einzuschätzen. Der Druck auf die Lieferketten wird anhalten, aber wir gehen davon aus, dass dies zu einer stärkeren Konzentration auf kürzere lokale Ketten führen wird – insbesondere in Asien, was unter dem Nachhaltigkeitsaspekt wahrscheinlich positiv ist.

Suresh Hegde, Head of Structured Private Debt bei NN Investment Partners, sagt: „In vielerlei Hinsicht wird die Krise dazu führen, dass die Nachfrage nach Finanzierungen bis 2022/2023 anhalten wird. Wir gehen davon aus, dass erhebliche Summen institutioneller Gelder in diesen Bereich fließen werden. Die Preise werden voraussichtlich noch einige Zeit hoch bleiben, solange die Unsicherheit über mögliche Ausfallraten anhält. Höhere Rohstoffpreise wirken sich ebenfalls positiv auf die Finanzierungskosten aus. Wir sind vorsichtig optimistisch, was die weitere Bereitstellung von Mitteln betrifft. Allerdings achten aber noch mehr als sonst darauf, dass die Strukturen zuverlässig umgesetzt werden, mit strengen Diversifizierungsanforderungen und Auflagen für die Portfolio-Performance.“

https://www.fixed-income.org/
Foto: Suresh Hegde
© NN Investment Partners


Investment

von Harvey Bradley, Co-Head of Global Rates Investment bei Insight Investment

Wir glauben, dass die fiska­lischen Befürch­tungen nach der Wahl von Premier­ministerin Sanae Takaichi nach­lassen dürften. Dank ihrer…
Weiterlesen
Investment

von Ulrike Kastens, Senior Economist, DWS

Die Europä­ische Zentral­bank (EZB) dürfte am kom­menden Donners­tag keine einfache Sitzung haben. Zwar wird sie den Einlagen­satz voraus­sichtlich…
Weiterlesen
Investment

von Amanda Stitt, Portfolio Specialist bei T. Rowe Price

Die Renditen bleiben im Vergleich zum letzten Jahr­zehnt auf einem hohen Niveau, was auf die anhal­tende Inflation, steigende Haus­halts­defizite und…
Weiterlesen
Investment
Das Jahr 2026 bietet aktuell ein konstruk­tives Makro­umfeld, beurteilt Jörg Held, Head of Portfolio Manage­ment bei ETHENEA Indepen­dent Inves­tors…
Weiterlesen
Investment

von Svein Aage Aanes, Head Fixed Income bei DNB Asset Management

Während sich die Risiko­prämien im europä­ischen und amerika­nischen High-Yield-Markt nahe histo­rischen Tief­ständen bewegen, bleibt der Norden ein…
Weiterlesen
Investment

von RJ Gallo, Deputy CIO Fixed Income bei Federated Hermes

Vor der Eska­lation im Per­sischen Golf signa­lisierten die Wirt­schafts­daten für den Beginn des Jahres 2026 eine Beschleu­nigung der US-Kon­junktur,…
Weiterlesen
Investment

von Serge Nussbaumer, Head Public Solutions und Kapitalmarktexperte bei Maverix Securities

Der Krieg rund um den Iran sorgt an den Finanz­märkten inzwischen nicht nur für hohe Nervo­sität, sondern für einen spür­baren Preis­schock an den…
Weiterlesen
Investment

Gestiegene Risikoaversion und Volatilität nach der Offensive der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran

Die an diesem Wochen­ende von den Ver­einigten Staaten und Israel gestartete Offensive hat zu Beginn dieser Woche zu einer deutlich erhöhten…
Weiterlesen
Investment
Die Mittel­zuflüsse in aktiv ver­waltete Fonds für globale Unter­nehmens­anleihen über­treffen bei Weitem das Wachs­tum passiver Fonds. Karen Wright,…
Weiterlesen
Investment
Im Markt für Green, Social und Sustai­nability (GSS)-Anleihen war 2025 viel Bewegung und das Emissions­volumen mal wieder fast auf Rekord­niveau.…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!