YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

DWS: Das Ende der Kurveninversion

Wer profitiert von den steileren Renditekurven für US-Treasuries und Bunds?

Die mit 793 Tagen historisch längste Inversion der US-Rendite­kurve liegt hinter uns. Der Spread zwischen zwei- und zehn­jährigen US-Treasury-Renditen ist wieder positiv. Wir gehen davon aus, dass sich die Versteilerung der Kurve mit den weiter anstehenden Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed fortsetzen wird. Bei deutschen Bundesanleihen (Bunds) ist die Renditedifferenz zwischen diesen beiden Laufzeiten jüngst ebenfalls in den positiven Bereich zurückgekehrt – rund zwei Wochen später als bei US-Treasuries. Die zukünftige Entwicklung auf dieser Seite des Atlantiks dürfte mit der in den USA vergleichbar sein, auch wenn wir davon ausgehen, dass die Versteilerung der Kurve bei Bunds etwas moderater ausfallen dürfte als bei ihren US-Pendants. 

Das Ende der Kurveninversion wurde von einem so genannten „bull steepening“ getrieben. Das bedeutet, dass zwar sowohl die zehn- als auch die zweijährigen Renditen seit ihrem Hoch im Mai dieses Jahres merklich gesunken sind, dies am kurzen Ende allerdings stärker vonstattenging. Dies ist häufig der Fall, wenn die Anleger einen bevorstehenden Zinssenkungszyklus erwarten und gleichzeitig keine längerfristig deflationäre Entwicklung prognostizieren. Mit anderen Worten, es könnte ein Zeichen dafür sein, dass die US-Wirtschaft auf eine weiche Landung zusteuert – das muss sich allerdings erst noch zeigen. 

Nun stellt sich die Frage, welche jeweiligen Kurvensegmente wir favorisieren. In den USA, aber auch bei Bundesanleihen, ging mit fallenden Leitzinsen meist auch eine fortgesetzte Versteilerung der Kurve einher. Wir erwarten bis Ende Q3 2025 vier Senkungsschritte durch die Fed. Für die EZB prognostizieren wir für den gleichen Zeitraum ebenfalls vier Anpassungen nach unten. 

Unserer Einschätzung nach ist allerdings auch wichtig zu beach-ten, dass die Inversion bzw. Dis-Inversion der Treasury-Renditekurve diesmal ihrer Funktion als Rezessionsbarometer wohl nicht gerecht wird. Zum Hintergrund: Allen sechs US-Rezessionen seit 1980 ging eine zumindest kurzzeitige Inversion der Renditekurve voraus. Auch hat die Geschichte gezeigt, dass die konjunkturellen Probleme erst beginnen, wenn längere Inversionsphasen enden: Die vier jüngsten Rezessionen setzten erst ein, nachdem die Kurve wieder positiv geworden war. Aktuell prognostizieren wir allerdings keine Rezession in den USA, die Wahrscheinlichkeit hierfür schätzen wir bei 38 Prozent.

„Längere Anleihen sehen wir daher mit Blick auf die kommenden zwölf Monate leicht höher rentieren“, erläutert George Catrambone, Head of Fixed Income Americas. „Wir prognostizieren die Rendite zwei- und zehnjähriger US-Treasuries bei 3,60 respektive 4,05 Prozent.“ Für Bunds lauten die entsprechenden Prognosen 2,0 bzw. 2,25 Prozent. Seit den 1990er Jahren betrug die durch-schnittliche Kurvensteilheit in den USA rund 100 und bei Bunds rund 85 Basispunkte. Mit den von uns erwarteten 45 und 25 Basispunkten bleiben wir somit deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt zurück.

„Um von der erwarteten Kurvenverschiebung zu profitieren, erscheinen uns Engagements in kürzeren bis mittleren Laufzeiten am besten geeignet“, so Oliver Eichmann, Head of European Rates. Es bleibt eine gewisse Unsicherheit mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung insbesondere in den USA, wodurch auch die Prognose der Renditenentwicklung in den längeren Laufzeiten mit einem Risiko behaftet ist. In der Vergangenheit haben bei einer Kombination aus Normalisierung der Renditekurve und einer ersten Zinssenkung die Laufzeitenbereiche drei bis zehn Jahre auf Sicht von zwölf Monaten die beste Entwicklung gezeigt. 


www.fixed-income.org
Grafik: Renditekurven bereits wieder im „normalen“ Bereich 
Quellen: Bloomberg Finance L.P., DWS Investment GmbH; Stand:23.09.2024.


 

Investment

von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Der Ölpreis sank im Juni um 20,78%, nach­dem er bereits im Mai um 19,26% ge­fallen war. Dieser massive Rück­gang um 36% seit Ende April (der stärkste…
Weiterlesen
Investment
MFS Invest­ment Manage­ment hat den MFS Meridian Funds – Euro Credit Short Term Bond Fund auf­gelegt. Der aktiv gemanagte Fonds für Euro-Kurz­läufer…
Weiterlesen
Investment

von David Hooker, Senior Portfoliomanager bei Insight Investment

Die Gesamt­inflation hat sich gegen­über den Höchst­ständen nach der Pandemie deutlich verlang­samt. Ein Großteil dieses Rück­gangs ist auf…
Weiterlesen
Investment

von Ned Naylor-Leyland, Fondsmanager des Jupiter Gold & Silver Fund

In US-Dollar gemes­sene Gold- und Silber­preise haben im Januar Rekord­höhen erreicht. Danach gaben sie im bisherigen Jahres­verlauf bis zum 29. Juni…
Weiterlesen
Investment
Mit der Auflegung des ODDO BHF Laufzeit­fonds 2032 setzt ODDO BHF AM seine Flagg­schiff-Lauf­zeit­fonds­serie fort. Der Fonds investiert in ein breit…
Weiterlesen
Investment
Die bemer­kens­werteste Verän­derung am Renten­markt in der ersten Jahres­hälfte 2026 ist das Wieder­aufleben eines „Inflation-On“-Paradigmas.…
Weiterlesen
Investment
PIMCO, einer der welt­weit füh­renden aktiven Invest­ment­manager für fest­ver­zinsliche Wert­papiere mit umfas­sender Expertise in öffent­lichen und…
Weiterlesen
Investment
Das BlackRock Invest­ment Institute (BII) hat kürz­lich seinen 2026 Midyear Global Outlook unter dem Titel „Scarcity vs. Abundance“ veröffent­licht.…
Weiterlesen
Investment

von Elisa Belgacem, Senior Credit Strategist bei Generali Investments

Die europä­ischen Kredit­märkte zeigen weiter­hin eine bemerkens­werte Wider­stands­fähig­keit und verkraften die jüngsten geo­poli­tischen Spannungen…
Weiterlesen
Investment

von Adam Marden, Co-Portfoliomanager bei T. Rowe Price

Ein Groß­teil der jüng­sten Zins­bewe­gungen scheint durch Markt­posi­tionier­ungen getrieben worden zu sein, da der Markt relativ stark auf „short“…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!