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Fisch Asset Management: High Yield-Anleihen trotzen Herbststürmen an den Aktienmärkten

Hochzinsanleihen mussten während der jüngsten Aktienmarktkorrektur im Oktober zwar ein paar Federn lassen, schnitten im Vergleich mit anderen Anlageklassen, insbesondere Aktien, aber relativ gut ab. Ihre geringe Zinssensitivität sowie die Risikoaufschläge agierten als wirksamer Sicherheitspuffer. Peter Jeggli, Senior Portfolio Manager bei Fisch Asset Management in Zürich, glaubt, dass High-Yield-Anleihen in dieser späten Konjunkturphase ihre Stärken ausspielen können, und setzt dafür auf substanzstarke Titel.

„Dem Herbststurm an den Finanzmärkten trotzten High-Yield-Anleihen erfolgreich. Sie haben damit exakt die Entwicklung gezeigt, die Investoren von dieser Anlageklasse im Szenario steigender Zinsen und korrigierenden Aktienmärkte erwarten“, so Peter Jeggli.

High-Yield-Anleihen gehören generell im Fixed-Income-Universum zu den Gewinnern des bisherigen Jahresverlaufs und profitieren vom guten makroökonomischen Umfeld. „Dieses Umfeld dürfte erst einmal Bestand haben. Positiv ist auch die Ausfallrate in den USA mit nur knapp zwei Prozent, die damit deutlich unter dem historischen Schnitt von vier Prozent liegt. Zwar rechnen wir weiterhin mit erhöhter Volatilität, doch für uns als aktiver Manager ist dies vor allem eine Chance, um Ineffizienzen im Markt zu nutzen. Beispielsweise stehen bei uns gute Schuldner mit liquiden Anleihen auf der Kaufliste, die in solchen Schwächephasen, wie wir sie gerade gesehen haben, ungerechtfertigt abgestraft wurden“, sagt Jeggli.

Der Fondsmanager
bevorzugt aktuell eine defensive Positionierung. Und hier liegt ein Augenmerk auf der „Recovery Rate“, also dem Wert, der die erwartete Entschädigung der Gläubiger im Falle des Ausfalls der Anleihe beziffert. „Es gibt sehr große Unterschiede bei den Geschäftsmodellen. Die Vermögenswerte, die zur Entschädigung der Anleger herangezogen werden können, sollten daher genau analysiert werden. Wir achten in dieser Marktphase darauf, dass wir Unternehmen mit hoher Substanz ins Portfolio nehmen, um einen entsprechend großen Schutz zu genießen. Denn offizielle Ratings bewerten zwar eine Ausfallwahrscheinlichkeit, aber nicht die Höhe der Entschädigung beim Ausfall der Anleihe. Daher sind uns beide Seiten der Medaille wichtig“, so Jeggli.

Besonders interessant sind aus Sicht des Fondsmanagers „Fallen Angels“,
die ihr Investment-Grade-Rating verloren haben, und deren Anleihen daher stark unter Druck kommen. Denn viele Anleger müssen solche Papiere verkaufen, da sie nicht im High-Yield-Segment investieren dürfen, und drücken damit durch Zwangsverkäufe den Kurs oftmals kurzfristig unter den „fairen“ Wert. Dazu nennt Jeggli ein aktuelles Beispiel: „Die britische Supermarktkette Tesco wurde vor gut drei Jahren auf BB herabgestuft. Da wir das Unternehmen als überlebensfähig bewerteten, sahen wir entsprechende Chancen. Im Oktober erfolgte nun von einer Ratingagentur die Hochstufung auf Investment Grade und unser Investment ging auf. Das Beispiel belegt, dass auch in einem schwierigen Segment wie dem Einzelhandel Chancen liegen. Natürlich ist nicht jede Entscheidung von Erfolg gekrönt, doch im Vergleich zu passiven ETFs zeigt sich hier der Vorteil des aktiven Managements. Nur damit können Anleger von Ineffizienzen, etwa bei einem Fallen Angel, profitieren. Für uns bleiben High-Yield-Bonds eine interessante sowie lohnenswerte Alternative in der Welt der Anleihen, deren Beimischung von langfristig orientierten Anlegern in Betracht gezogen werden sollte.“

https://www.fixed-income.org/
(Peter Jeggli © Fisch Asset Management)


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