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Legg Mason-Tochter Western Asset setzt bei globalen Multi-Asset Produkten auf Schwellenländer und die USA

Größtes Risiko liegt im Euroraum

Auch wenn Griechenland vorerst in der Eurozone bleibt, sind die Risiken noch nicht gebannt. „Das größte gesamtwirtschaftliche Risiko geht weiterhin von Griechenland und der Eurozone aus“, sagt Western Asset-Fondsmanager Ian Edmonds, der den globalen Mischfonds Legg Mason Western Asset Global Multi Strategy Fund verwaltet.

„Griechenland bleibt wohl zunächst in der Eurozone, weil es auf die finanziellen Hilfen angewiesen ist. Doch die versöhnlichen Töne der neuen Regierung haben die Märkte lediglich etwas beruhigt. Aggressivere Schritte könnten den Euro jedoch stark treffen. Daher haben wir uns gegen das Abwärtsrisiko abgesichert“, sagt Edmonds. Mit Blick auf die immer noch niedrigen Renditen von Staatsanleihen setzt das Western-Asset-Team Derivate ein, um Schwankungen auszugleichen. Es hat weitere Verkaufs-Optionen erworben, um sich gegen den Fall des Euros unter 1,22 US-Dollar abzusichern.

Für den rund 1,6 Milliarden Euro schweren Legg Mason Western Asset Global Multi Strategy Fund setzt Edmonds weiterhin auf die USA und die Schwellenländer. Die Duration des Portfolios liegt derzeit bei etwa 4,3 Jahren und ist auf Staats-, Investment Grade-, Hochzins- und Schwellenländer-Anleihen verteilt. „Wir haben unsere Positionen in Hochzins- und Lokalwährungsanleihen der Schwellenländer zuletzt verringert, um das Risiko zu verringern. Auf lange Sicht sehen wir jedoch in diesem Bereich des Marktes Erträge“, erläutert Edmonds.

Hochzinsanleihen machen etwa 22 Prozent des Fonds aus und stammen überwiegend aus den USA. In diesem Segment rechnen die Ratingagenturen laut Edmonds mit einem Anstieg der Ausfallraten von aktuell zwei bis drei Prozent auf ungefähr fünf Prozent, sollte die Weltwirtschaft erneut in eine Rezession steuern. „Die Renditeaufschläge von Hochzinsanleihen liegen aber bereits bei sechs Prozent, der Markt berücksichtigt also schon höhere Ausfälle. Ende 2009 hatten 2014 fällige Hochzinsanleihen einen Gegenwert von insgesamt 600 Milliarden US-Dollar. Doch die Unternehmen haben die Laufzeitenprofile geschickt verlängert, so dass es sich jetzt um weniger als 150 Milliarden US-Dollar handelt. Damit hat das Hochzinssegment gute Chancen, einem weiteren Abschwung standzuhalten.“

Schwellenländer-Anleihen sind mit mehr als einem Viertel im Portfolio des Legg Mason Western Asset Global Multi Strategy Fund enthalten. Der überwiegende Teil wird in US-Dollar laufenden Staats- und Unternehmensanleihen investiert und lediglich ausgewählte Positionen werden in lokalen Währungsanleihen gehalten. Im Westen liegt die Schuldenquote gemessen am Bruttoinlandsprodukt laut Edmonds bei etwa 100 Prozent. Angesichts verschwindend geringer Wachstumsraten ist es für die Länder schwierig, diese Schulden zu bedienen.

„Die Schwellenländer hingegen sind meist deutlich geringer verschuldet. Hier liegen die Quoten im Schnitt unter 40 Prozent, bei viel höherem Wachstum", sagt Edmonds. „Uns gefällt es, dass diese Regionen besser gerüstet sind mit ihren Schulden umzugehen. Schwellenländer-Anleihen werden mit Renditen von etwa sechs Prozent gehandelt – und damit auf demselben Niveau wie die angeschlagenen Länder Italien und Spanien. Für uns ist das ein attraktives Risiko-Ertragsverhältnis. Wir rechnen mit einer weichen Landung in China und gehen davon aus, dass Länder wie Brasilien ihr Wachstumstempo – in erster Linie über Zinssenkungen – beibehalten können.“ Die Renditen bei Anleihen von BBB-Unternehmen in den USA liegen bei etwa vier Prozent, so dass Anleihen von Schwellenländern nach Einschätzung von Edmonds bei gleicher Kreditwürdigkeit einen deutlichen Mehrertrag bieten.

Edmonds hält im Fonds auch einige US-Staatsanleihen und deutsche Bundesanleihen, um ein Gegengewicht für das Kredit-Engagement zu schaffen, sowie rund zwölf Prozent in Investment Grade-Anleihen. Auch hier liegt der Anlageschwerpunkt in den USA. Etwa die Hälfte des Investment Grade-Engagements stammt aus dem Finanzsektor, doch nach Auskunft von Edmonds sind nur die wenigsten Anleihen nachrangig, und die Emittenten im Bankensektor kommen überwiegend aus den USA und Großbritannien und nicht aus dem Euroraum. „Gesamtwirtschaftlich gesehen sind die USA immer noch auf gutem Wege, trotz der zuletzt schwächeren Daten, ein BIP-Wachstum von zwei bis drei Prozent zu erreichen - denn die Banken sind in guter Verfassung, der Häusermarkt stabilisiert sich, und die Energiepreise sinken stark.“
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Veranstaltungshinweis:
Unternehmer-Workshop „Unternehmensanleihen - Finanzierungsalternative für den Mittelstand“
19.09. in Frankfurt
http://www.bond-conference.com/
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