YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Mexikanische Unternehmen trotzen Trump

von Ross Teverson, Manager des Jupiter Global Emerging Markets Equity Unconstrained SICAV

Vor zwei Wochen habe ich diverse Unternehmen in Mexiko besucht. Angesichts all dessen, was US-Präsident Trump gesagt und getan hat, um den Ton in den Beziehungen der USA zu ihrem südlichen Nachbarn zu verschärfen, handelt es sich natürlich um einen hochaktuellen Zeitpunkt, sich in diesem Teil der Erde aufzuhalten. Am Ende meiner Reise blieb das Gefühl zurück, dass die Aussichten für mexikanische Unternehmen besser sind als viele Anleger befürchten.

Unternehmen sind optimistisch

Es gibt gute Gründe dafür - wirtschaftliche und politische - von einer relativ positiven Entwicklung für Mexiko auszugehen. Zum einen dürfte es für Trump äußerst schwierig sein, Zölle in der Art durchzusetzen, wie er es angekündigt hat. Unabhängig davon, ob es sich um die ursprünglich getwitterten 35 Prozent handelt oder um die kürzlich genannten 20 Prozent. Denn abgesehen von der fraglichen Rechtmäßigkeit solcher Zölle dürften viele Republikaner diese vermutlich nicht unterstützen. Und selbst wenn es Trump gelingen sollte, Zölle einzuführen, ist es dennoch sehr unwahrscheinlich, dass es zu überstürzten und geschäftsschädigenden Produktionsverlagerungen in die USA kommen wird. Die US-amerikanische und die mexikanische Fertigungsindustrie sind stark miteinander verflochten und die Kapazitätsauslastung der US-amerikanischen Autoindustrie liegt bereits bei über 85 Prozent (1). Hinzu kommt der Einfluss des schwächelnden mexikanischen Peso, der dazu gedient hat, die Wettbewerbsfähigkeit der mexikanischen Fertigungsindustrie weiter zu stärken: Die Löhne in Mexiko betragen gegenwärtig 1/8 bis 1/5 der US-Löhne (2).

Diese optimistischere Sicht auf Mexikos Zukunft spiegelt sich genauso in den Sichtweisen des Managements diverser mexikanischer Unternehmen wider. Das Unternehmen Vesta beispielsweise, das Fabriken entwickelt und an multinationale Unternehmen vermietet, hat nach eigenen Angaben seit der Wahl von Trump nahezu keine Planänderungen bei potenziellen Mietern verzeichnet. Seine größten Mieter, darunter global tätige Autohersteller, halten an ihrer Planung, die Kapazitäten in Mexiko auszubauen, weiter fest. Zudem präsentierten sich auch die Zahlen zu Anschlussvermietungen von Fabriken des Unternehmens Vesta seit der Wahl Trumps stark: Das Unternehmen berichtet, die Verlängerungsrate von Mietverträgen, die 2017 auslaufen, sei für diesen frühen Zeitpunkt im Jahr hoch.

Vesta profitiert von schwachem Peso

Mit dieser Information im Hinterkopf lohnt es sich über die Bewertung nachzudenken. Der Kurs der Vesta-Aktie ist seit Oktober auf Basis des mexikanischen Peso um 18,7 Prozent und auf US-Dollar-Basis um 26,2 Prozent gefallen (3). Über den Zeitraum der vergangenen zwei Jahre betrachtet ist er auf US-Dollar-Basis sogar um 42,1 Prozent gefallen (4), und das obwohl langfristige Positivtrends weiterhin vorhanden sind. Denn ich gehe davon aus, dass multinationale Unternehmen ihre Präsenz in der Fertigungsindustrie in Mexiko weiter ausbauen werden. Ein weiterer Punkt – der insbesondere angesichts der Schwäche des Peso von Bedeutung ist – ist, dass Vesta 82 Prozent seiner Mieten in US-Dollar einnimmt (5). Ermutigend ist auch die Tatsache, dass Vesta kontinuierlich seine eigenen Aktien am Markt zurückgekauft hat, was meines Erachtens ein starkes Zeichen dafür ist, dass das Management auf die Begrenztheit des negativen Trump-Effekts vertraut und die längerfristigen Wachstumsaussichten positiv einschätzt.

Als Konsequenz haben wir Vesta kürzlich als neue Position zu unserem Jupiter Global Emerging Markets Equity Unconstrained SICAV hinzugefügt.

Quellen:
(1) Federal Reserve, Industrial Production and Capacity Utilization – G.17, 18 Januar 2017
(2) UBS, US Autos & Auto Parts, 26. Januar 2017
(3) Bloomberg, 31. Oktober 2016 bis 30. Januar 2017
(4) Bloomberg, 30. Oktober 2015 bis 30. Januar 2017
(5) Vesta

http://www.fixed-income.org/   (Foto: © Jupiter Asset Management)

Investment
Die aktuelle Zins­ent­schei­dung der EZB kom­mentiert Jill Hirzel, Senior Invest­ment Specialist bei Insight Invest­ment:Die EZB hat die Zinssätze in…
Weiterlesen
Investment
Die Europä­ische Zentral­bank hat den Einlagen­zins auf ihrer gestrigen Sitzung unver­ändert bei 2,25% belassen. Konstantin Veit, Port­folio­manager…
Weiterlesen
Investment
BlackRock ver­öffent­licht heute seinen Fixed Income Outlook für das dritte Quartal 2026. In einem Umfeld, das weiterhin von geo­poli­tischen…
Weiterlesen
Investment
Die morgigen Sitzung der Europä­ischen Zentral­bank (EZB) kommen­tiert Claudia Fontanive-Wyss, Portfolio­managerin bei Vontobel:Wir erwarten, dass die…
Weiterlesen
Investment

Kommentar von Ophelie Mortier, Chief Sustainable Investment Officer bei DPAM

Am 24. Juni hat der EU-Rat seinen Vor­schlag für die Reform der Nach­haltig­keits-Offen­legungs­ver­ord­nung SFDR vorgelegt. Ab vor­aus­sicht­lich…
Weiterlesen
Investment

Finanzsektor war weltweit die größte Quelle sowohl für Dividenden als auch für Aktienrückkäufe

Laut der ersten Aus­gabe des „Janus Henderson Global Dividend and Buyback Index“ stiegen die welt­weiten Divi­denden im ersten Quartal 2026 auf 424,5…
Weiterlesen
Investment
Die Renten­märkte sind gestützt durch eine wider­stands­fähige Kon­junktur, solide Unter­nehmens- und Ver­braucher­bilanzen sowie günstige…
Weiterlesen
Investment

von François Rimeu, Chief Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Die allge­meine Ab­schwä­chung der Inflation – die Gesamt­inflation ist im Juni wieder unter 3% gesunken – spricht dafür, dass die Europä­ische…
Weiterlesen
Investment

von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Zölle könnten in den kom­menden Monaten erneut zu einem zentralen Markt­thema werden. Obwohl sie nach den starken Markt­tur­bulenzen, die Donald…
Weiterlesen
Investment

von John Kerschner, Global Head of Securitised Products, Janus Henderson Investors

Die jüngste Out­per­for­mance der CLO-Sektoren ist kein Aus­reißer: BBB-CLOs waren nicht nur seit Jahres­beginn (YTD) 2026 der Fixed-Income-Sektor mit…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!