YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Muzinich Kommentar zur EZB-Erklärung: Gute Mine zum bösen Spiel

von Tatjana Greil Castro, Co-Head of Public Markets und Portfoliomanagerin, und Erick Muller, Director of Product and Investment Strategy, Muzinich & Co.

Das größte Interesse der Marktteilnehmern galt der Frage, ob und wie die EZB auf den starken Anstieg des Euro reagieren würde. Zusammenfassend würde ich sagen, dass die Antwort von Christine Lagarde von den Fixed Income-Märkten als Grund für eine weitere Long-Position des Euro angesehen wurde, da sie keine entschiedene Absicht erkennen ließ, einen weiteren Anstieg des Euro zu begrenzen.

Obwohl sie einräumte, dass die Zentralbank die Stärke des Euro beobachte, versuchte sie den Ton relativ neutral zu halten. Sie hatte wahrscheinlich Recht, "gute Miene zum bösen Spiel" zu machen, denn die EZB würde sich schwertun, eine weitere Zinssenkung durchzusetzen. Zudem verfügt sie generell nur über begrenzte Mittel, um der Stärke des Euro entgegenzuwirken. In Anbetracht der verglichen mit den USA eher günstigen Wirtschaftsaussichten und eines im Vergleich zur Fed begrenzteren Handlungsrahmens, gibt es offen gesagt nicht viel mehr, was sie hätte tun können.

Die Botschaft zur Strategic Review der EZB bleibt minimalistisch. Die Zentralbank sollte unbedingt anerkennen, dass die Definition der Preisstabilität überdacht werden muss. Die EZB existiert nicht isoliert von der Arbeit anderer großer Zentralbanken. Daher kann sie die Debatte über angemessene und verlässliche Messgrößen für die Inflation nicht ignorieren und sollte die in der einleitenden Erklärung der EZB erwähnten Symmetrieaspekt einbeziehen. Wahrscheinlich muss die aktuelle Definition der Inflation von "nahe bei, aber unter 2 Prozent" durch einige Angaben darüber ergänzt werden, wie die Symmetrie um das Ziel herum in der Praxis funktioniert.

Allerdings übt die die Tatsache, dass die US-Notenbank ihr eigenes Ergebnis der strategischen Überprüfung früher als erwartet bekannt gegeben hat, keinen Druck auf die EZB aus, ihre eigene Arbeit und Kommunikation zu beschleunigen. Zudem ist das spezifische doppelte Mandat der US-Notenbank in keiner Weise mit dem Einzelziel der EZB vergleichbar.“

Muzinich & Co ist eine nicht börsennotierte, institutionelle Investmentgesellschaft, die auf öffentlich gehandelte und private Unternehmensanleihen und –kredite (Corporate Credit) spezialisiert ist. Das Unternehmen wurde 1988 in New York gegründet und betreibt Niederlassungen in London, Frankfurt, Madrid, Manchester, Mailand, Paris, Dublin, Singapur, Zürich, Genf und Sydney.

www.fixed-income.org
Foto: Erick Muller
© Muzinich & Co.


Investment

von RJ Gallo, CIO Global Fixed Income bei Federated Hermes

Die Renditen von Staats­anleihen aus Industrie­ländern sind in den letzten Wochen stark gestiegen. Ange­trieben wurde diese Ent­wicklung durch den…
Weiterlesen
Investment

von Charlotte Peuron, Portfolio Manager Thematic Equities, Crédit Mutuel Asset Management

Gold, das häufig als eine Form von „Währung“ betrachtet wird, profitierte seit der COVID-Krise erheblich von den hohen Haus­halts­defiziten in den…
Weiterlesen
Investment

von Cathy Hepworth, Head of PGIM Fixed Income's Emerging Markets Debt Team

In unserer kurz­fristigen Ein­schätzung der Spreads von Staats­anleihen aus Schwellen­ländern in Hart­währungen sind wir konstruktiv-vorsichtig. Das…
Weiterlesen
Investment
BlackRock legt heute vier neue iShares iBonds UCITS ETFs auf und erweitert sein Angebot an Anleihen-ETFs mit fester Laufzeit um die Fällig­keits­jahre…
Weiterlesen
Investment
Trotz der jüngsten Turbu­lenzen an den Finanz­märkten bleibt Lazard Asset Manage­ment opti­mistisch für Wandel­anleihen. „Die jüngsten…
Weiterlesen
Investment
Anleihen aus dem Öl- und Gas­bereich sind Profiteure aus dem Preis­schock in Folge des Iran-Krieges, wie Norbert Schmidt und Gerhard Mayer,…
Weiterlesen
Investment

von Josh Shipley, Head of Europe Direct Lending bei PGIM

Während eines Groß­teils des ver­gangenen Jahr­hunderts wurden euro­päische Fußball­vereine weniger wie Unter­nehmen behandelt, sondern eher wie…
Weiterlesen
Investment

von Jason DeVito & Mohammed Elmi, beide Senior Portfoliomanager bei Federated Hermes

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat die weltweite Ölver­sorgung erheb­lich beein­trächtigt – was sich schließlich auch in den Preisen…
Weiterlesen
Investment
Lowie Debou, Fonds­manager bei DPAM, beurteilt die Ent­wicklung von Preisen und Inflations­er­wartungen infolge des Iran­konflikts: 1.  „Unmittelbar…
Weiterlesen
Investment
Infolge des Iran­kriegs erwartete die Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) bereits im April einen Inflationsschock und weitere…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!