YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Nicht in den Panikmodus schalten

von Michael Winkler, Leiter Anlagestrategie bei der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG

Obwohl in den zurückliegenden Wochen auf höchster politischer Ebene der Versuch unternommen worden war, eine Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine zu vermeiden, stehen die Zeichen seit Montagabend vorerst auf Sturm. Der Vorstoß Russlands, die abtrünnigen Gebiete Donezk und Luhansk im Osten der Ukraine als unabhängige Volksrepubliken anzuerkennen, war zwar so oder in ähnlicher Weise bereits erwartet worden. Allerdings trifft diese Entwicklung sowie der Einmarsch russischer Truppen auf ukrainisches Gebiet auf eine ohnehin schon fragile Weltwirtschaft.

Noch bleibt abzuwarten, wie und in welchem Umfang die Staatengemeinschaft auf das Säbelrasseln Russlands reagieren wird und ob dies das Ende oder erst der Beginn einer längeren geopolitischen Eiszeit zwischen Ost und West werden wird. Angesichts der jüngsten Entwicklung steht derzeit jedoch außer Frage, dass auch in den kommenden Wochen mit einer erhöhten Volatilität an den internationalen Märkten gerechnet werden muss. Ungewiss ist dagegen die Frage nach der Dimension, die die neue Schlechtwetterlage an den Märkten einnehmen könnte. Schließlich trifft diese auf einen für die Weltwirtschaft nicht ganz unproblematischen Nährboden, der aus weltweit gestörten Lieferketten, Materialmangel, einer deutlich erhöhen Inflation und einem sich ändernden Zinsumfeld besteht.

Und dennoch: Von vielen Marktteilnehmern wird derzeit kaum berücksichtigt, wieviel von diesen makroökonomischen Einflussfaktoren auf die Weltwirtschaft, die tatsächlich schon seit Jahresanfang negativ auf die Stimmungslage an den Märkten lasten, bereits in den Kursen eingepreist sind. Auch wenn geopolitische Konflikte zumeist auch Auswirkungen auf die Börsen haben, so hat sich in der Vergangenheit immer wieder auch gezeigt, dass diese oft nur von kurzfristiger Natur gewesen sind. Dass es diesmal genauso sein könnte, zeigen etwa die durchaus soliden Unternehmenszahlen, die nach wie vor vollen Auftragsbücher sowie die allmählich beginnende Post-Corona-Phase, die von einer wieder aufkommenden Reiselust und einem steigendem Konsumverhalten bestimmt sein dürfte. Von daher könnte eine mögliche Korrektur in Folge des Konflikts um die Ukraine weniger dramatisch ausfallen, als von vielen Marktteilnehmer bisher befürchtet. Kursrücksetzer sollten dann als antizyklische Kaufgelegenheiten angesehen werden. Die Losung für die kommenden Wochen lautet daher: Nicht in den Panikmodus schalten!

www.fixed-income.org
Foto: Michael Winkler, Leiter Anlagestrategie © St.Galler Kantonalbank Deutschland AG


 

Investment
Die aktuelle Zins­ent­schei­dung der EZB kom­mentiert Jill Hirzel, Senior Invest­ment Specialist bei Insight Invest­ment:Die EZB hat die Zinssätze in…
Weiterlesen
Investment
Die Europä­ische Zentral­bank hat den Einlagen­zins auf ihrer gestrigen Sitzung unver­ändert bei 2,25% belassen. Konstantin Veit, Port­folio­manager…
Weiterlesen
Investment
BlackRock ver­öffent­licht heute seinen Fixed Income Outlook für das dritte Quartal 2026. In einem Umfeld, das weiterhin von geo­poli­tischen…
Weiterlesen
Investment
Die morgigen Sitzung der Europä­ischen Zentral­bank (EZB) kommen­tiert Claudia Fontanive-Wyss, Portfolio­managerin bei Vontobel:Wir erwarten, dass die…
Weiterlesen
Investment

Kommentar von Ophelie Mortier, Chief Sustainable Investment Officer bei DPAM

Am 24. Juni hat der EU-Rat seinen Vor­schlag für die Reform der Nach­haltig­keits-Offen­legungs­ver­ord­nung SFDR vorgelegt. Ab vor­aus­sicht­lich…
Weiterlesen
Investment

Finanzsektor war weltweit die größte Quelle sowohl für Dividenden als auch für Aktienrückkäufe

Laut der ersten Aus­gabe des „Janus Henderson Global Dividend and Buyback Index“ stiegen die welt­weiten Divi­denden im ersten Quartal 2026 auf 424,5…
Weiterlesen
Investment
Die Renten­märkte sind gestützt durch eine wider­stands­fähige Kon­junktur, solide Unter­nehmens- und Ver­braucher­bilanzen sowie günstige…
Weiterlesen
Investment

von François Rimeu, Chief Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Die allge­meine Ab­schwä­chung der Inflation – die Gesamt­inflation ist im Juni wieder unter 3% gesunken – spricht dafür, dass die Europä­ische…
Weiterlesen
Investment

von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Zölle könnten in den kom­menden Monaten erneut zu einem zentralen Markt­thema werden. Obwohl sie nach den starken Markt­tur­bulenzen, die Donald…
Weiterlesen
Investment

von John Kerschner, Global Head of Securitised Products, Janus Henderson Investors

Die jüngste Out­per­for­mance der CLO-Sektoren ist kein Aus­reißer: BBB-CLOs waren nicht nur seit Jahres­beginn (YTD) 2026 der Fixed-Income-Sektor mit…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!