YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Restriktive Fiskalpolitik kann Glaubwürdigkeit der EZB gefährden, Inflationsdaten könnten Markterwartungen zu Fed-Zinssenkungen ins Gegenteil verkehren

von Gilles Moëc, AXA Group Chief Economist and Head of AXA IM Core Investments Research

Endlich haben sich die Markterwartungen für die US-Leitzinsen dem Dotplot des Offenmarktausschusses angenähert. Jetzt rechnet auch der Markt mit weniger als vier Zinssenkungen um jeweils 25 Basis-punkte bis zum Jahresende. Auch wenn sich das schon zu Jahresbeginn andeutete, brachte doch erst die enttäuschend hohe Kerninflation von Januar den Durchbruch. In den letzten drei Monaten hat sich der erneute Inflationsanstieg seit dem Augusttief bestätigt. Natürlich hat sich der PCE-Kernindex – das bevorzugte Inflationsmaß der Fed – zuletzt anders entwickelt: Er zeigte keinen klaren Aufwärtstrend. Diesmal dürfte aber die hohe Verbraucherpreisinflation nicht spurlos am PCE-Index vorübergehen. Denn die schnell steigenden Mieten – die einen kleineren Anteil am PCE-Index haben – sind nicht der einzige Grund für die hohe Dienstleistungspreisinflation. Wenn sich die Daten nicht schnell ändern, könnte der Markt am Ende mit noch weniger Zinssenkungen rechnen, als die Fed in ihrem Dotplot in Aussicht stellt. Vielleicht erwarten die Investoren Zinssenkungen dann erst für Ende 2024, oder dieses Jahr auch gar nicht mehr.

Unterdessen diskutiert der EZB-Rat sehr öffentlich, welcher „geldpolitische Fehler“ der wahrscheinlichste ist. Isabel Schnabel und Joachim Nagel haben dazu eine klare Meinung: Das Risiko zu früher Zinssenkungen dominiere noch immer. Aus unserer Sicht hat die EZB derzeit sehr viel Spielraum, sodass sie eine zu späte Reaktion auf eine schwächere Konjunktur durch schnelle und massive Zinssenkungen zu einem späteren Zeitpunkt ausgleichen kann. Sorgen macht uns aber, dass nicht nur eine zu späte Lockerung der Geldpolitik, sondern auch eine zu restriktive Fiskalpolitik denkbar scheint. Auch würde es der Glaubwürdigkeit der EZB nicht gerade helfen, wenn sie nach einer späten ersten Zinssenkung plötzlich in den Notfallmodus schaltet und die Zinsen dann innerhalb kurzer Zeit noch mehrmals senkt. Auch für den französischen Notenbankchef François Villeroy de Galhau ist das Risiko zu später Zinssenkungen ein wichtiges Thema: Wir glauben, dass sein Interview mit der belgischen Zeitung L’Echo letzte Woche letztlich ein Kompromissangebot an die Falken war. Er schlug vor, die Zinsen zwar frühzeitig, aber danach nur noch maßvoll zu senken. Das Zinsminimum solle dann höher sein als zwischen der internationalen Finanzkrise und Corona. Das bestätigt uns in unserer Einschätzung, dass man dieses Jahr nicht mit zu vielen Zinssenkungen rechnen sollte, jedenfalls mit weniger als in den USA.

www.fixed-income.org
Foto: Gilles Moëc © AXA IM


 

Investment

von RJ Gallo, CIO Global Fixed Income bei Federated Hermes

Die Renditen von Staats­anleihen aus Industrie­ländern sind in den letzten Wochen stark gestiegen. Ange­trieben wurde diese Ent­wicklung durch den…
Weiterlesen
Investment

von Charlotte Peuron, Portfolio Manager Thematic Equities, Crédit Mutuel Asset Management

Gold, das häufig als eine Form von „Währung“ betrachtet wird, profitierte seit der COVID-Krise erheblich von den hohen Haus­halts­defiziten in den…
Weiterlesen
Investment

von Cathy Hepworth, Head of PGIM Fixed Income's Emerging Markets Debt Team

In unserer kurz­fristigen Ein­schätzung der Spreads von Staats­anleihen aus Schwellen­ländern in Hart­währungen sind wir konstruktiv-vorsichtig. Das…
Weiterlesen
Investment
BlackRock legt heute vier neue iShares iBonds UCITS ETFs auf und erweitert sein Angebot an Anleihen-ETFs mit fester Laufzeit um die Fällig­keits­jahre…
Weiterlesen
Investment
Trotz der jüngsten Turbu­lenzen an den Finanz­märkten bleibt Lazard Asset Manage­ment opti­mistisch für Wandel­anleihen. „Die jüngsten…
Weiterlesen
Investment
Anleihen aus dem Öl- und Gas­bereich sind Profiteure aus dem Preis­schock in Folge des Iran-Krieges, wie Norbert Schmidt und Gerhard Mayer,…
Weiterlesen
Investment

von Josh Shipley, Head of Europe Direct Lending bei PGIM

Während eines Groß­teils des ver­gangenen Jahr­hunderts wurden euro­päische Fußball­vereine weniger wie Unter­nehmen behandelt, sondern eher wie…
Weiterlesen
Investment

von Jason DeVito & Mohammed Elmi, beide Senior Portfoliomanager bei Federated Hermes

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat die weltweite Ölver­sorgung erheb­lich beein­trächtigt – was sich schließlich auch in den Preisen…
Weiterlesen
Investment
Lowie Debou, Fonds­manager bei DPAM, beurteilt die Ent­wicklung von Preisen und Inflations­er­wartungen infolge des Iran­konflikts: 1.  „Unmittelbar…
Weiterlesen
Investment
Infolge des Iran­kriegs erwartete die Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) bereits im April einen Inflationsschock und weitere…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!