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STRENESSE schreibt wieder schwarze Zahlen, Kurs der STRENESSE-Anleihe steigt deutlich

Sanierungskurs zahlt sich aus

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat die STRENESSE AG ein positives Ergebnis erzielt. Das Modeunternehmen erwirtschaftete einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 0,3 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das EBITDA noch deutlich im Minus gelegen. Zugleich konnte STRENESSE in den ersten drei Monaten auch ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erzielen. Das Geschäftsjahr des Unternehmens hat am 1. Juli begonnen.

„STRENESSE hat im ersten Quartal den Turnaround geschafft. Wir erwirtschaften wieder schwarze Zahlen”, sagt Restrukturierungsvorstand Michael Pluta. Diese Entwicklung zeigt, dass das Modeunternehmen auch in einem herausfordernden Marktumfeld operativ profitabel arbeiten kann. Die Sanierungsmaßnahmen, die das Unternehmen seit Anfang 2014 umsetzt, beginnen sich auszuzahlen. „Wir werden uns jetzt nicht ausruhen, sondern alles daran setzen, um auch in den nächsten Quartalen erfolgreich zu wirtschaften. Sehr positiv ist, wie der Markt unsere neue Kollektion annimmt“, so Pluta.

In den vergangenen Monaten hat STRENESSE hunderte von Einzelmaßnahmen durchgeführt, wichtige Verträge nachverhandelt und ein straffes Kostenmanagement eingeführt. Es wurden ein Outlet-Center und unrentable Shops geschlossen, u.a. in Düsseldorf, Berlin und München. STRENESSE betreibt derzeit zehn Geschäfte und 12 Outlets. Gleichzeitig sucht das Modelabel neue Standorte für Shops, die vom Zuschnitt besser zum Unternehmen passen und rentabel zu betreiben sind. Erst kürzlich hat STRENESSE einen neuen Store in der Mall of Berlin eröffnet.

Das Modeunternehmen wird derzeit in Eigenverwaltung saniert. Im Juli hatte das Amtsgericht Nördlingen den Antrag des Unternehmens auf Eigenverwaltung genehmigt und das Sanierungsverfahren eröffnet.


Informationen zum Verfahren

Die Eigenverwaltung ist ein besonderes Verfahren zur Erhaltung von Unternehmen in Krisensituationen. Es ist ein Insolvenzverfahren ohne Insolvenzverwalter. Die bisherige Geschäftsleitung darf unter Aufsicht eines Sachwalters und meistens unterstützt durch einen insolvenzerfahrenen Sanierungsexperten die Firma selbst durch die Krise führen. Das Verfahren beginnt als Vorverfahren, welches in der Regel 2-3 Monate dauert und dem Gericht und den Gläubigern die Zeit gibt, die Berechtigung zu prüfen. Es mündet anschließend in ein Hauptverfahren, in dem die Sanierung durchgeführt wird. Eine zeitliche Vorgabe gibt es dann nicht mehr. In der Regel geht ein Unternehmen, nachdem es profitabel gemacht wurde, nach 1 bis 2 Jahren durch einen Insolvenzplan (Vergleich mit den Gläubigern) aus dem Verfahren heraus – meistens mit Hilfe eines Investors.


Informationen über das Unternehmen

Die STRENESSE AG ist ein selbstständiges Familienunternehmen in dritter Generation. Luca Strehle ist seit April 2012 CEO der Gesellschaft. Natalie Acatrini verantwortet seit Anfang 2013 als Creative Director das Design der Kollektionen. Das 1949 in Nördlingen gegründete Unternehmen ist neben dem deutschsprachigen Raum in allen wichtigen internationalen Absatzmärkten wie Italien, Japan, USA, Osteuropa und Russland vertreten. Zum Unternehmen gehören Vertriebstochtergesellschaften mit Showrooms in Mailand und in New York. Mit Beginn der Saison Herbst/Winter 2013 werden sämtliche Linien inklusive ihrer jeweiligen Accessoires unter der Kernmarke STRENESSE geführt.


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