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T. Rowe Price: Populisten verpassen Wahlsieg in den Niederlanden – Fokus liegt nun auf Frankreich

Die rechtsliberale Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD), angeführt vom derzeitigen Premierminister Mark Rutte, hat den größten Anteil an Sitzen in der niederländischen Parlamentswahl gewonnen und damit einige der politischen Unsicherheiten in Europa im wichtigen europäischen Wahljahr 2017 beseitigt.

Die Fortsetzung des Status quo in den Niederlanden könnte den europäischen Populisten den Wind aus den Segeln nehmen. Dies könnte zugleich die Wahrscheinlichkeit eines Sieges der Vorsitzenden des rechtspopulistischen Front National, Marine Le Pen, bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl in Frankreich verringern. Le Pen fordert den Austritt Frankreichs aus der Europäischen Union.

Die niederländische VVD von Premierminister Mark Rutte kann nun eine neue Koalition bilden, die Geert Wilders rechtslastige Anti-Einwanderungspartei (PVV) – und damit die nächstgrößte Partei – ausschließt. Andererseits wird es in den Niederlanden zunächst Ungewissheit geben, da die zahlreichen Parteien versuchen, eine Regierung zu bilden.

Auswirkungen auf festverzinsliche Wertpapiere

„Die Anleihemärkte haben die niederländische Wahl nicht als wichtiges Risikoereignis eingepreist“, sagt Ken Orchard, Portfoliomanager der International Bond Strategy von T. Rowe Price. „Ein Wahlsieg von Wilders hätte möglicherweise die Popularität anderer populistischer Parteien in Europa wie dem Front National erhöht und Rückenwind verliehen – was sich wiederum auf die Anleihemärkte ausgewirkt hätte.“

Positionierung

Ken Orchard ist bei seinem Anleihefonds keine speziellen Portfoliopositionierungen hinsichtlich des niederländischen Wahlergebnisses eingegangen. „Wir halten eine leicht untergewichtete Position in niederländische Staatsanleihen – unabhängig vom Ausgang der Wahl. Allerdings haben wir vor der französischen Präsidentschaftswahl im April und Mai französische Staatsanleihen leicht untergewichtet.“

Ausblick
Die Bondmärkte sind Orchard zufolge zunehmend besorgt über die politische Unsicherheit in Europa. Orchard verweist darauf, dass sich die Renditespreads zwischen französischen und deutschen Staatsanleihen erheblich ausgeweitet haben, was zum Teil auch mit der Kandidatur Le Pens zusammenhängt.

„Hinsichtlich der Aussichten für Anleihen liegt der Fokus jetzt auf Frankreich“, sagt Ken Orchard. „Obwohl die Wahrscheinlichkeit eines Wahlsieges Le Pens gering bleibt, stellt die momentane Unsicherheit ein großes Risiko für die Märkte dar. Sollte Le Pen tatsächlich gewinnen, wäre dies ein schwerer Schlag für die Zukunft der Eurozone.“


http://www.fixed-income.org/   

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