YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige

Volatilität hat Kreditmärkte im Griff - Investoren bleiben an der Seitenlinie

Michael McEachern, Head of Public Markets bei Muzinich & Co, kommentiert die gegenwärtige Lage an den Kreditmärkten

„Die Volatilität bleibt das bestimmende Thema an den Märkten. Das war im Oktober so und ließ sich auch im November und Anfang Dezember deutlich beobachten. Begleitet wurde dieser Trend jedoch von einem zunehmenden Rückgang der Liquidität und einer turbulenteren Kursentwicklung. Während im November eine Reihe geopolitischer Risiken die Märkte belasteten, ist das Ausmaß der Korrektur auf die zunehmenden Unsicherheiten infolge des globalen Handelsstreits zurückzuführen.

Das mit Spannung erwartete Abendessen zwischen US-Präsident Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping auf dem letzten G20-Gipfel konnte die Sorgen der Märkte in Bezug auf den Handelsstreit offensichtlich nicht abschwächen. In der Zwischenzeit rückte die Stabilität des High-Yield-Markts in den USA aufgrund des signifikanten Rückgangs des Ölpreises im November in den Fokus - rund 15 Prozent der Energieunternehmen des Landes stammen aus der Ölbranche.

In Europa bleibt Italien mit einer nach wie vor ungeklärten Haushaltslage ein bestimmendes Thema. Auch die Brexit-Verhandlungen verstärken die Unsicherheiten und belasten die Wirtschaft sowohl in Großbritannien als auch in der gesamten Eurozone. Die Situation ist weiterhin schwierig.

Mit Blick auf den mit Spannung verfolgten Kurs der US-Notenbank waren die Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell Ende November für Investoren aufschlussreich. Es wurde deutlich, dass vorerst mit hoher Wahrscheinlichkeit keine weiteren Zinserhöhungen anstehen. Dies wiegt jedoch die anderen makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten nicht auf. Dies hat viele Investoren dazu veranlasst, in sichere Häfen zu flüchten.

Vor dem Hintergrund dieser Unsicherheiten gehen wir davon aus, dass die Investoren wohl nur zögerlich in den Markt zurückkehren werden. Während die Spreads verglichen mit dem Sommer deutlich höhere Spannen aufweisen und sie sich von den historisch niedrigen Abständen wegentwickeln, bleiben die Unsicherheiten unverändert bestehen, die in ihrer Anhäufung die Korrektur überhaupt erst ausgelöst haben. Die niedrige Liquidität und der bevorstehende Jahresausklang werden die Stimmung zusätzlich belasten. Investoren werden sich deshalb lieber weiterhin in Zurückhaltung üben.

Viele Anleger werden an den Kreditmärkten auf höhere Ertragschancen und eine bessere Liquidität warten, bevor sie einen Wiedereinstieg in Betracht ziehen. Die notwendigen Bedingungen könnten im Laufe des Jahres 2019 eintreten - aktuell ist dies aber nicht der Fall. Die Volatilität wird die Märkte fürs Erste weiter im Griff behalten.“

Muzinich & Co ist eine nicht börsennotierte, institutionelle Investmentgesellschaft, die auf öffentlich gehandelte und private Unternehmensanleihen und –kredite (Corporate Credit) spezialisiert ist. Das Unternehmen wurde 1988 in New York gegründet und betreibt Niederlassungen in London, Frankfurt, Madrid, Manchester, Mailand, Paris, Dublin, Singapur und Zürich. Muzinich bietet global ein weites Spektrum an Corporate-Credit-Fonds und verwaltet derzeit ein Gesamtvermögen von mehr als 34 Mrd. USD.  


https://www.fixed-income.org/
(Foto:
Michael McEachern © Muzinich & Co)


Investment

von Sonal Desai, CIO, Franklin Templeton

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran steht weiterhin im Mittel­punkt des Markt­interesses. Es scheint eine unsichere Ein­stellung der aktiven…
Weiterlesen
Investment
Konstantin Veit, Portfolio­manager bei PIMCO, gibt seine Ein­schätzung zur anste­henden Sitzung der Euro­päischen Zentral­bank wieder: „Im Umfeld der…
Weiterlesen
Investment

Mit 2,6 GW Anschlussleistung in Entwicklung stellt Green Energy Storage Initiative (GESI) derzeit eines der größten Portfolios an…

Allianz Global Investors (AllianzGI) hat bekannt gegeben, dass es im Namen von Allianz-Ver­sicherungs­gesell­schaften eine 51%ige Beteiligung an der…
Weiterlesen
Investment
Ein Großteil der Welt fragt sich derzeit, wie lange es dauert, bis sich die Energiepreise in verschie­denen Szenarien des Iran­konflikts wieder…
Weiterlesen
Investment
Vor dem Hinter­grund eines im Vergleich zur Niedrig­zins­phase erhöhten Zins­umfelds sowie geo­politischer Unsicher­heiten an den Kapital­märkten…
Weiterlesen
Investment

von Ercan Demircan, Senior Portfoliomanager Unternehmensanleihen, BANTLEON

Nachrang­anleihen von Industrie­unter­nehmen (Corporate Hybrids) haben sich in einem anspruchs­vollen Marktumfeld aus geo­poli­tischen Spannungen und…
Weiterlesen
Investment
Im Chart der Woche unter­sucht die DWS seit 2015, wie sich die Preise für deutschen Strom, Brent-Rohöl und europä­isches Erdgas (TTF) gemein­sam…
Weiterlesen
Investment

von Joel Frick, Investment Lead, BENDURA BANK AG

Das erste Quartal 2026 fühlte sich an wie ein ganzes Jahr - und das ist keine Metapher. Grönland, Venezuela, Iran: Innerhalb von drei Monaten hat sich…
Weiterlesen
Investment

von April LaRusse, Head of Investment Specialists bei Insight Investment

Der Konflikt im Iran hat 20% der welt­weiten Ölver­sorgung unter­brochen, indem er den Transit durch die Straße von Hormus blockiert hat. Obwohl die…
Weiterlesen
Investment
Das Land­gericht München I hat den Ange­klagten wegen Beihilfe zum ver­suchten Betrug in 261 tat­einheit­lichen Fällen und falscher uneid­licher…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!